August 2016

Vorwort von Chefredakteur Thomas Landgraf

Wir erleben eine Zeit, in der nicht einmal im Sommer so etwas wie eine Leichtigkeit des Seins aufkommt. Wie auch, angesichts der schrecklichen Terrorangriffe in Frankreich und Deutschland, angesichts der besorgniserregenden Lage für Demokratie und Menschenrechte in der Türkei nach der Niederschlagung des Putsches. Mit dieser Welle der Gewalt sind die Rechtsextremen in Europa noch deutlicher auf dem Vormarsch. Viele Menschen ängstigen sich und hoffen, dass „starke“ Männer (oder im Falle Frankreichs eine „starke“ Frau) die Zeit zurückdrehen können und wieder eine Welt erschaffen, die behaglich und sicher ist. Bloß: Die werden auch nichts zum Besseren ändern. Ich hoffe, dass sich die Eliten der Weltwirtschaft, die Reichen und Superreichen auch endlich anfangen zu ängstigen. Denn nur wenn es weltweit zu einer gerechteren Verteilung der Vermögen kommt, wird die Gewalt – die oftmals von Jugendlichen ohne Perspektive und Hoffnung ausgeht – abebben. Wenn das nicht passiert, wird die Gewalt und der Terror weiter zunehmen. Und ein Blick auf die „Mass Shootings“, die es bis jetzt 2016 in den USA gegeben hat, zeigt, wie weit es in ungerechten Gesellschaften kommen kann. An bisher 220 Tagen gab es bei 261 „Mass Shootings“ 366 Tote und 985 Verletzte.

  • www.wienspart.atThomas Landgraf ©Jan Frankl© Jan Frankl

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