Chefredakteur Christoph Langecker

Vorwort von Christoph Langecker

Es war ein Schock, als wir in der Redaktion vom Ableben Hans Hurchs erfuhren. Im ersten Moment konnten wir es gar nicht glauben.

Die Viennale ohne ihren charismatischen Direktor? Schwer vorstellbar. Er hinterlässt eine riesige Lücke in der Kulturlandschaft. Was er fachlich geleistet hat, kann ich nicht beurteilen. Dafür verweise ich auf die Kollegen des Feuilletons. Auch auf persönlicher Ebene kann ich nicht viel sagen, da wir uns nur einmal kurz begegnet sind. Es gibt aber Eigenschaften und Züge der öffentlichen Person Hans Hurch, die ich vermissen werde. Zum einen seine angenehme Stimme. Ich konnte ihr stundenlang zuhören. Zum anderen den Inhalt seiner Worte. Er hat sich nie ein Blatt vor den Mund genommen und sagte bei seinen launigen wie legendären Reden stets das, was er sich dachte. Heutzutage eine Seltenheit. Was mir aber über die Jahre aus der Position eines Beobachters am meisten imponierte, war seine unbändige Leidenschaft. Kein anderer Kulturmanager dieses Landes hat seine Berufung so offenherzig geliebt.

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