Werk

Korneuburg: Agrarspeicher wird zum Kunstobjekt

Das riesige Gemälde stammt vom Tiroler Künstler Golif und zeigt zwei schwarze Figuren. Insgesamt wurden rund 1,5 Tonnen Farbe verarbeitet.

Ein 2.500 Quadratmeter großes Gemälde des Tiroler Künstlers Golif ziert seit Ende Oktober einen Getreidespeicher in Korneuburg. Die zwei markanten schwarzen Figuren auf pinkem bezeihungsweise rotem Hintergrund sind sowohl von der Donau aus als auch von der Autobahn aus (Korneuburg Ost) sichtbar. Insgesamt wurden rund 1,5 Tonnen Farbe verarbeitet.

„Der Speicher wirkt an sich schon als Objekt gut“, erklärt Golif, dem das graue Gebäude vor zwei Jahren aufgefallen war. „Mit der Anordnung der Figuren auf den zwei Seiten, der Art, wie drauf gemalt wurde, und dem Schlagschatten erhält das Gebäude, das eigentlich starr in der Landschaft steht, Dynamik und Geschwindigkeit. Die schwungvollen Charaktere bringen Leichtigkeit. Wenn sich das Licht ändert, kommt nochmals Bewegung hinein."

Zur Bedeutung der Figuren meint er: „Die Figuren sind eigenständige Individuen - nicht weiblich, nicht männlich, nicht androgyn -, die sich ihre Position in der Gesellschaft suchen. Sie ‚sind’ einfach. Gleichzeitig sind sie mit dem massiven Getreidespeicher mit dem Boden verbunden und befestigt, aber nach oben hin frei und flexibel."

Derzeit präsentiert Golif aktuelle Arbeiten auf Leinwand und verschiedenen Materialien im Kunstsupermarkt auf der Wiener Mariahilfer Straße. Ende Oktober war er auf der international bedeutenden Messe E/AB Editions/Artists’ Book Fair in New York mit einer limitierten Druckauflage vertreten.

  • www.wienspart.atGolif Speicher ©KMG Kultur und Medien GmbH© KMG Kultur und Medien GmbH
  • www.wienspart.atGolif Speicher 2 ©KMG Kultur und Medien GmbH© KMG Kultur und Medien GmbH

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