Reflexionen des Weiblichen

Alexandra Tatar

Die aus Rumänien stammende Künstlerin diskutiert in ihren Arbeiten besonders gesellschaftliche Rollenbilder.

Text: Helmut Schneider Fotos: Rene Wallentin

Schon als Kind im rumänischen Klausenburg galt Alexandra Tatar als Zeichentalent und wurde – allerdings nach einem konservativen Kunstbegriff – entsprechend gefördert. Auch die dortige Kunstuni, die sie 2011 abschloss, war der jungen Künstlerin zu „klassisch“. Angeregt durch einen Besuch auf der Viennafair beschloss sie, in Wien weiter zu studieren. Inzwischen ist sie sowohl in Wien als auch in Klausenburg in der Kunst-Community vernetzt. „Wien bietet aber sicher mehr Möglichkeiten, auch international bekannt zu werden.“ Ihr Atelier befindet sich in einer der spannendsten neuen Kunstinitiativen, dem „Creative Cluster Traktorfabrik“ in Floridsdorf. Tatar bekam das Atelier in der Werkhalle der 1905 errichteten Fabrik als einjähriges Stipendium von der Akademie der bildenden Künste Wien.

Vielschichtiges Werk. Alexandra Tatars Arbeiten zeichnen sich durch eine hohe gesellschaftliche Reflexion sowie genaue konzeptuelle Überlegungen aus. So führte sie 2017 an der Uni Wien eine Performance auf, bei der sie unter einem Kleid nach und nach Verpackungen verlor. Für ihr Diplom machte sie eine Arbeit zum Thema „Selfie“, bei dem sie Fotos in Ölfarben übersetzte. Die Bilder arrangierte sie dann auf Spiegelregalen, wodurch sie doppelt gebrochen erschienen.

INFO: bis 15.6., RCAA Showroom Volkstheater; 21.6., Cluster Traktorfabrik, Wir sind Wien. Festival der Bezirke; 19.-25.11., Cluster Traktorfabrik, gem. mit Akademie der bildenden Künste Wien, Vienna Art Week 2018 - Promising Paradise

  • www.wienspart.atAlexandra Tatar ©Rene Wallentin© Rene Wallentin
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Fakten

Alexandra Tatar, in Dej (in der Nähe von Klausenburg), Rumänien, geboren, kam 2011 zum Studium nach Wien, wo sie an der Akademie der bildenden Künste ausgebildet wurde. Ausstellungen in Wien, Belgien und Rumänien. 2017 erhielt sie den Red Carpet Award.

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