Word-Rap mit Deborah Sengl

Kunst als Ventil für Missstände in der Welt

Die Künstlerin bespielt ab 14. Oktober im MuseumsQuartier einen Escape Room, bei dem Teilnehmer zu Flüchtlingen werden.

Mit meinem Projekt „Escape!“ will ich die Menschen zum Denken und Fühlen anregen.

In Wien fühle ich mich seit 45 Jahren sehr heimisch.

Gerne treffen würde ich einmal Karl Kraus, um ihm meine Interpretation seiner „Letzten Tage der Menschheit“ zu zeigen. Dieser Wunsch wird sich wohl nicht erfüllen lassen.

Am Kunstbetrieb nervt mich das kompetitive Verhalten und dass der Marktwert oft über dem künstlerischen Inhalt steht.

Glücklich bin ich, wenn mein Konzept aufgeht und mein „Escape“- Projekt einen vernünftigen Diskurs zum Thema Flucht anregt.

Unbedingt noch einmal sehen will ich eine friedliche Welt.

Wenn ich in der Früh aufstehe, brauche ich zuerst ein Frühstück. Dazu ein Buch oder das Standard-Rätsel.

Kunst ist für mich wichtig, weil sie mein Ventil ist, die Missstände unserer Welt zu verarbeiten.

  • www.wienspart.atWordrap Deborah Sengl ©Bubu Dujmic© Bubu Dujmic

Fakten

Ausgebildet an der Universität für angewandte Kunst in Wien setzen die Arbeiten von Deborah Sengl seit den 90er Jahren international Akzente. So stellte sie etwa Karl Kraus’ „Die letzten Tage der Menschheit“ mit Ratten nach. Ihr einstündiger Erlebnisraum „Escape!“ im MQ kann ab sofort gebucht werden: http://www.time-busters.at/indoor-missionen/escape/

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