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Sonntag, August 31, 2025

Wien gestaltet die Zukunft: Nachhaltiger Wandel am Handelskai

Beitragsbild: © WSE Wiener Standortentwicklung GmbH

Wien setzt erneut ein Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung: Am Handelskai in Leopoldstadt beginnt der Rückbau der alten Sport & Fun Halle – kein gewöhnliches Projekt, sondern ein bewusst verwertungsorientiertes Vorgehen im Sinne des Klimaschutzes. Dieser erste Schritt markiert den Übergang zu einem zukunftssicheren und ressourcenschonenden Infrastrukturprojekt: dem neuen zentralen Fernbus-Terminal Wiens.

Ein innovatives Konzept: Der Rückbau als Ressourcenschatz

Statt Zerstörung wird die Halle behutsam zerlegt. Über die nächsten drei Monate werden rund 165 Tonnen Stahlbauteile – darunter Fachwerkträger, Stützen und Knotenbleche – sorgfältig dokumentiert und zerstörungsfrei demontiert. Ebenso werden Fassadenelemente, große Flächen des Daches sowie technische Komponenten fachgerecht gelöst und für die Wiederverwendung vorbereitet. Ziel ist es, wertvolle Baustoffe vor Ort zu sortieren und für die zukünftige Nutzung zu lagern – eine nachhaltige Maßnahme, die Emissionen reduziert und die Kreislaufwirtschaft fördert.

Ressourcen im Kreislauf: Beton, Ziegel und Asphalt wiederverwerten

Der Baustoffkreislauf funktioniert auf mehreren Ebenen: Über 3.000 Tonnen Beton- und Ziegelbruch werden vor Ort gereinigt, um als Recyclingmaterial beim Bau des neuen Terminals wiederverwendet zu werden. Das spart Transportwege, senkt CO2-Emissionen und vermeidet unnötige Deponien. Ein echter Gewinn fürs Klima und ein klares Bekenntnis zu ressourcenschonendem Bauen.

Rücksicht auf Nachbarschaft und Umwelt

Der Rückbau erfolgt mit größter Rücksichtnahme auf die Anrainer:innen. Mit emissionsarmen Methoden und lärmreduzierenden Technologien wird der Betrieb so umweltverträglich wie möglich gestaltet. Dieses Projekt setzt damit Maßstäbe für nachhaltigen urbanen Wandel im öffentlichen Raum, bei dem Klimaschutz und urbane Entwicklung Hand in Hand gehen.

Wien leitet den Wandel: Klimaschutz als Priorität

Wien ist seit Jahren Vorreiter im Thema Klimaschutz und nachhaltiger Stadtplanung. Bis 2040 strebt die Stadt an, ihre Treibhausgasemissionen auf null zu senken. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen pro Kopf um mehr als die Hälfte reduziert werden. Für die Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele ist der konsequente Umstieg auf erneuerbare Energien sowie die Reduktion des Energieverbrauchs in allen Bereichen unerlässlich – vom Heizsystem bis hin zur Bauweise.

Vorreiter in der Baubranche: Nachhaltigkeit im Fokus

Der neue Fernbus-Standort wird nach höchsten Standards der Nachhaltigkeit gebaut: Mit solarbetriebener Energie, begrünten Flächen und einer sehr guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr setzt das Projekt nachhaltige Akzente. Entwickelt wird es von der WH Fernbus-Terminal Projektentwicklung GmbH, einer Tochter der Wien Holding und der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH.

Klimafreundliche Sport-Infrastruktur als Vorbild

Der Ersatz für die abgerissene Halle ist die klimazertifizierte Sport & Fun Halle am Praterstern, ebenfalls in Leopoldstadt gelegen. Mit Photovoltaik, einem grünen Dach und begrünten Fassaden zeigt sie, wie Sportstätten umweltbewusst gestaltet werden können. Zudem wurden die Wiener Rundturnhallen in Simmering und Liesing saniert und klimafreundlich umgestaltet, um höchste Energieeffizienz und Luftqualität zu gewährleisten.

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