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Samstag, August 30, 2025

„Reif für die Gallery“: Wiener Briefkästen wird Leben eingehaucht

Ein kleines, oft übersehenes Alltagsobjekt erhält mit einem kreativen Augenzwinkern eine neue Bedeutung: Im Rahmen des innovativen Projekts „Reif für die Gallery“ verwandelt die Österreichische Post gemeinsam mit neun Künstler:innen klassische Briefkästen in bunte Kunstwerke. Das Ergebnis? Blickfänge, die den öffentlichen Raum auf originelle Weise beleben und den Dialog zwischen Alltag und Kunst fördern.

Kunst trifft auf Alltagshelden

Gelb, kantig, vertraut – der Briefkasten ist ein Symbol für Kommunikation und zwischenmenschlichen Austausch. Dennoch bleibt seine kreative Seite oft verborgen. Mit „Reif für die Gallery“ holen die Initiatoren die verborgene Ästhetik aus dem Gewöhnlichen hervor, denn jeder der neun gestalteten Briefkästen trägt nun eine individuelle Note: Collagen, Graffiti, Illustrationen oder grafische Elemente entstehen durch die kreative Handschrift der Künstler:innen Ben Reyer, Boicut, Elizaveta Kruchinina, Frau Isa, Fritz Anton, Ju Schnee, Madita Kloss, Sebastian Schager und Silvano Derungs.

Von Wien in alle Landeshauptstädte

Vom 4. bis 31. August 2025 sind die kunstvollen Werke am Eingang der Österreichischen Post-Zentrale am Rochusmarkt zu bewundern, bevor sie in den neun Bundesländern ihren Platz im öffentlichen Raum finden. Für Wien wurde Boicut beauftragt, einen besonderen Schatz: Der in der Mariahilfer Straße 1 positionierte Kunst-Briefkasten wird ab Herbst im Herzen der Stadt, inmitten des seelenvollen Bezirks 6, die Passant:innen zum Staunen bringen.

Mehr als nur Post – eine Botschaft

„Der Briefkasten ist mehr als ein funktionaler Gegenstand, er verbindet Menschen und Geschichten“, erklärt Walter Oblin, Generaldirektor der Österreichischen Post AG. „Mit ‚Reif für die Gallery‘ verleihen wir ihm künstlerisches Leben, setzen gleichzeitig ein Zeichen für Innovation und kulturelle Vielfalt.“ Bezirksvorsteher Markus Rumelhart ergänzt: „Solche Projekte zeigen uns, wie lebendig öffentlicher Raum sein kann, wenn Kunst und Alltag zusammenkommen.“

Vielfalt, die Geschichten erzählt

Jede Künstlerin und jeder Künstler bringt seine eigene Handschrift ein: Von Street Art bis Illustration, Collagen bis Konzeptkunst – die Gestaltungsspektren sind breit gefächert. Es entsteht eine bunte Vielfalt an Botschaften und Ausdrucksformen, die den Briefkasten als Plattform für gesellschaftliche Themen, Kreativität und persönliche Erinnerungen neu definieren. Dabei wird der bekannte Stadtmöbel auf eine Weise zum Ausdrucksmittel, die zum Nachdenken und Mitmachen einlädt.

Linien der Verbindung: Kunst und Kommunikation

Bei der offiziellen Enthüllung am 30. Juli auf der Dachterrasse der Wien Holding-Postzentrale setzt der Wiener Künstler Martin Tardy den kreativen Schlusspunkt: Mit einer Performance zeichnet er Linien auf einen Briefkasten, die sich wie unsichtbare Kommunikationswege winden. „Jede Linie ist ein Postweg, der uns verbindet“, erklärt Tardy. Seine Aktion zeigt, wie Kunst als interpretatives Medium die Bedeutung des Briefkastens neu erlebbar macht.

Ein Projekt für ganz Österreich

Wien ist nur der Anfang: Die in der jeweiligen Landeshauptstadt entstehenden Kunst-Briefkästen werden die öffentliche Wahrnehmung für Alltagskultur sowie regionale Kreativität stärken. Ob in Eisenstadt, Graz, Linz oder Innsbruck – überall entstehen Orte der Begegnung, die Stadt und Kunst verschmelzen lassen.

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