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Dienstag, Januar 27, 2026

2026 fliegen die Löcher aus dem Käse

BARBARA KAUDELKA WÜNSCHT PROSIT NEUJAHR.

So, es ist so weit! 2026: „Zack prack!“ – New Year, New Me! Das erste „Prack“ des neuen Jahres hat die Form einer Kopfwehtablette – die Silvester-Sause war dann doch etwas ausgelassener als erwartet. Ich mach mir an sich nix aus Silvester, habe das letzte Mal vor gut einer Dekade den Jahreswechsel gefeiert. Auch werfe ich genau ein Mal im Jahr einen Blick auf mein Horoskop: am 31. Dezember. Da geb ich mir die Prognose für die kommenden zwölf Monate.

Diesmal prophezeiten mir die Sterne, dass das Jahr 2026 ein „Einser-Jahr“ wäre und somit eines des Neubeginns. „Reset“, Transformation, von der mit Weihnachts-Fondue blad gefressenen Raupe zum wunderschönen Schmetterling. Außerdem: Fische täten gut daran, bereits im Dezember damit zu beginnen sich neu aufzustellen und „anders“ an gewisse Dinge heranzugehen. Schwerpunkte Kommunikation, Social Life und Gesundheit. „Oisdann“, rülpste meine innere Raupe: „Pack ma’s, aber schön pomale. Eins nach dem anderen.“ Zunächst Social Life und Kommunikation in den Blick gefasst, nahm ich also diesmal eine der Einladungen zum feucht-fröhlichen Silvester-Festakt an und mischte mich unters Volk. Apropos „mischen“ … da wären wir dann wieder bei der Kopfwehtablette. Sei’s drum. Ein Pummerin-Gebimmel und einen Donauwalzer später gehe ich zwar zerknittert, doch mit reichlich Motivation im Hinterkopf (… naja, eigentlich im ganzen Kopf) das dritte Themenfeld an: Gesundheit. „Zack“ has entered the room. Ich möchte heuer meine Ernährung optimieren und gesünder essen. Anlauf, der 276., aber diesmal wird’s klappen!

Aus Erfahrung weiß ich: Der Jahresbeginn ist diätetisch gesehen eine verwirrende Zeit. In meinem Kühlschrank koexistieren Raclette-Reste und Skyr friedlich nebeneinander, zumindest auf den ersten Blick. Tatsächlich herrscht dort ein stiller Kulturkampf: Gemütlichkeit gegen Optimierung. Sabayon vs. Stangensellerie, Torte vs. Tofu, Camembert vs. Cottage Cheese. Ich hab das Glück, dass mir Grünzeug tatsächlich schmeckt und Schoki eher Schimmel ansetzt, als von mir verspeist zu werden. Doch ich hadere mit einer ganz anderen Nemesis. Sie hat mich in ihren übermächtigen Klauen und während jede einzelne Arterie meines Körpers mich anfleht endlich den Mund zu halten (im wahrsten Sinne), leide ich in diesem Kontext an kulinarischem Stockholm-Syndrom. Mein persönlicher Endgegner: Käse.

Doch 2026 wird das Jahr der Käse-Metamorphose. Ich spür’s! Kein gottloses Gruyère-Gelage mehr, kein besinnungsloses Burrata-Bacchanal und Schluss mit sündhafter Scamorza-Schlemmerei. (Auch mit Alliterationen, ich versprech’s.) Zurück zum Zack (Entschuldigung!): 2026 – wir haben eine Mission! Also treffe ich Kompromisse. Ich esse weiterhin Käse, aber nur noch Leonardo DiCaprio-Sorten: alles unter 35. In diesem Fall Fett in Trockenmasse. Möge die Magerkäse-Macht mit mir sein. Privat 2026 fliegen die Löcher aus dem Käse aber nur noch Leonardo DiCaprio-Sorten: alles unter 35. In diesem Fall Fett in Trockenmasse. Möge die Magerkäse-Macht mit mir sein.

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