Beitragsbild: © Wiener Linien
Was für die einen kaum auffällt, kann für andere zur echten Belastung werden. Mit ihrer Kampagne „Host kan Genierer?!“ erinnern die Wiener Linien charmant, witzig und mit Wiener Schmäh daran, wie wichtig Rücksicht und Respekt in den Öffis sind.
Täglich sind rund 2,4 Millionen Menschen in Wiens Öffis unterwegs. Auf engstem Raum treffen dabei unterschiedlichste Gewohnheiten, Temperamente und Bedürfnisse aufeinander. Dass das nicht immer reibungslos funktioniert, liegt auf der Hand. Genau hier setzt die aktuelle Kampagne an – und macht mit viel Humor sichtbar, was im Alltag oft übersehen wird.
Situationen, die zur Geduldsprobe werden
Ob laute Telefonate, Videos ohne Kopfhörer oder intensiv duftende Snacks zur Stoßzeit – viele dieser Situationen kennt man nur zu gut. Während sich ein kleiner Teil der Fahrgäste solcher Verhaltensweisen bewusst ist, fühlt sich die überwiegende Mehrheit davon gestört. Diese Diskrepanz zeigt: Eigen- und Fremdwahrnehmung gehen im öffentlichen Raum oft auseinander.
Mit „Host kan Genierer?!“ greifen die Wiener Linien genau diese Lücke auf. Die Botschaft ist klar: Öffis sind ein gemeinschaftlicher Raum und funktionieren nur dann angenehm, wenn Rücksichtnahme selbstverständlich ist.
Wiener Schmäh für mehr Bewusstsein
Die Kampagne setzt auf starke Bilder und Witz. Überdimensionale Alltagsgegenstände – etwa ein riesiges Smartphone oder ein übergroßes Leberkäsesemmerl – machen sichtbar, wie störend vermeintliche Kleinigkeiten wirken können. Der Claim bringt es auf den Punkt: „Für dich egal, für andere eine riesige Qual.“
Ergänzt wird das Ganze durch einen eigens produzierten Song, Durchsagen sowie Social-Media-Aktionen. Auch Öffi-Stadträtin Ulli Sima betont die zentrale Idee: Jede und jeder trägt Verantwortung für ein respektvolles Miteinander.
Ein bisserl Genierer zeigen, hilft allen
Neben der Bewusstseinsbildung setzen die Wiener Linien auch auf klare Regeln und verstärkte Präsenz ihres Personals. Fahrgäste werden bei Bedarf direkt angesprochen. Gleichzeitig soll Zivilcourage gefördert werden. Ein höflicher Hinweis kann oft schon viel bewirken.
Denn es sind meist die kleinen Dinge, die den Unterschied machen: ein leiseres Gespräch, ein abgenommener Rucksack oder Kopfhörer statt Lautsprecher. Ein bisserl Genierer schadet niemandem. So wird das tägliche Unterwegssein in den Öffis für alle ein Stück angenehmer.
INFO:
wienerlinien.at/hostkangenierer





