Beitragsbild: © MenoDay / Katharina Schiffl
Wechseljahre betreffen jede Frau – und trotzdem wird über viele ihrer körperlichen und gesundheitlichen Auswirkungen noch immer erstaunlich wenig gesprochen. Der 4. Wechselweise MenoDay will das ändern. Am 18. Oktober 2026 wird das Palais Niederösterreich zum Treffpunkt für Frauengesundheit, Wechseljahre und Gendermedizin. Mehr als 750 Besucherinnen werden erwartet.
Frauengesundheit im Fokus
Was passiert mit dem weiblichen Körper in der Lebensmitte? Welche Therapien entsprechen heute tatsächlich dem Stand der Wissenschaft? Und warum macht es in der Medizin einen Unterschied, ob ein Körper weiblich oder männlich ist? Fragen wie diese stehen einen Tag lang im Mittelpunkt. Passend zum Welt-Menopausen-Tag findet Österreichs größte Publikumsveranstaltung rund um Wechseljahre und Frauengesundheit heuer unter dem Motto „Gendermedizin: Frauengesundheit besser verstehen“ statt.
Dabei geht es nicht nur darum, Beschwerden während der Wechseljahre zu erklären. Vielmehr soll sichtbar werden, wie stark Geschlecht medizinische Forschung, Diagnostik, Prävention und Therapie beeinflussen kann – und warum Frauen davon profitieren, ihren eigenen Körper und dessen Veränderungen besser zu verstehen.
Internationale Expertise mitten in Wien
Für das Programm kommen renommierte Expert:innen aus Wissenschaft und Medizin nach Wien. Mit dabei ist Prof. Dr. Petra Stute, Präsidentin der Europäischen Menopause und Andropause Gesellschaft EMAS. Ebenfalls auf dem Programm stehen Prof. DDr. Johannes Huber, einer der bekanntesten österreichischen Experten für Hormonmedizin, sowie Dr. Waltraud Stromer, Vizepräsidentin der Österreichischen Schmerzgesellschaft.
In Keynotes und Paneldiskussionen geht es um Themen, die für viele Frauen in der Lebensmitte unmittelbar relevant sind: von moderner Hormonersatztherapie und geschlechterspezifischer Schmerzmedizin über Veränderungen des Stoffwechsels bis zu Darmgesundheit und Nutrigenetik. Besprochen werden dabei auch Beschwerden und körperliche Veränderungen, deren Verbindung zu den Wechseljahren nicht immer sofort erkannt wird. Genau hier soll aktuelles medizinisches Wissen helfen, Zusammenhänge verständlicher zu machen.
Wissen statt Wechseljahre-Mythen
Denn obwohl die Menopause zum Leben jeder Frau gehört, halten sich rund um die Wechseljahre zahlreiche Mythen und Unsicherheiten. Zwischen Social-Media-Tipps, persönlichen Erfahrungsberichten und widersprüchlichen Empfehlungen ist es oft schwierig zu unterscheiden, was wissenschaftlich belegt ist – und was nicht.
„Es gibt immer noch zu viele Tabus, Mythen und Falschinformationen rund um die Wechseljahre. Frauen brauchen dringend Zugang zu wissenschaftlich fundiertem Wissen“, sagt Dr. Veronika Pelikan, Gründerin von Wechselweise.net. Mit dem MenoDay wolle man Orientierung geben, medizinische Fakten verständlich vermitteln und Frauen dabei unterstützen, informierte Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.
Deshalb setzt die Veranstaltung bewusst nicht nur auf klassische Vorträge. Workshops, persönliche Gespräche im „Experts Corner“ und Erlebniswelten rund um Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Lifestyle machen aus dem Kongresstag ein Format, bei dem Fragen ausdrücklich erwünscht sind.
Medizin muss Frauen anders betrachten
Besonders viel Raum bekommt 2026 die Gendermedizin. Ihr Ausgangspunkt klingt zunächst simpel, hat aber weitreichende Konsequenzen: Frauen und Männer können bei bestimmten Erkrankungen unterschiedliche Symptome zeigen, gesundheitliche Risiken können verschieden ausgeprägt sein und auch Medikamente können unterschiedlich wirken oder vertragen werden. Gleichzeitig orientierten sich medizinische Forschung und daraus abgeleitete Standards historisch über lange Zeit stark am männlichen Körper. Der MenoDay rückt deshalb jene Unterschiede in den Mittelpunkt, die für Prävention, Diagnose und Behandlung relevant sein können.
Es geht dabei nicht um „Frauenmedizin“ als Nischenthema. Vielmehr steht eine grundsätzliche Frage im Raum: Wie gut kann Medizin sein, wenn sie Unterschiede zwischen Menschen nicht ausreichend berücksichtigt?
Ein Tag für Wissen, Austausch und den eigenen Körper
Der MenoDay versteht sich deshalb nicht nur als Informationsveranstaltung, sondern auch als Ort für offenen Austausch. Medizinisches Wissen soll aus Ordinationen und Fachpublikationen dorthin gelangen, wo es unmittelbar gebraucht wird: zu den Frauen selbst. Am 18. Oktober wird das Palais Niederösterreich damit für einen Tag zu einem Ort, an dem über Hormone, Schmerzen, Stoffwechsel oder Menopause gesprochen werden kann, ohne daraus ein Tabuthema zu machen – wissenschaftlich fundiert, verständlich und auf Augenhöhe.
INFO:
Sonntag, 18. Oktober 2026, 9.00 bis 18.00 Uhr
Palais Niederösterreich, Herrengasse 13, 1010 Wien
Tickets: 79 Euro
wechselweise.net/menoday







