Unter dem Meer bis ins Land des Lächelns

Beitragsbild: Die Bühne Baden begeistert aktuell mit dem Musical-Hit „Disney Arielle, die Meerjungfrau“ das Publikum. © Lalo Jodlbauer/YAY Creative

Von Alan Menkens Meereszauber über Andrew Lippas schwarzhumorige Groteske bis zu Lehár: Die Bühne Baden vereint moderne Musical-Hits und Operettentradition auf höchstem Niveau. 

Als eines der führenden Operettenhäuser Österreichs hat sich die Bühne Baden auch als Musicalbühne von Rang etabliert. Diese Doppelvirtuosität zeigt die Saison 2026/27: Im Stadttheater und im Max-Reinhardt-Foyer treffen Disney-Klassiker, Broadway-Kult und britischer Pop auf Kálmán, Lehár und das Wiener Lied. Gleich drei Produktionen sind echte Raritäten: zwei Erstaufführungen und eine Uraufführung, die man sonst nirgends erleben kann.

„Arielle“ erobert das Land und das „Veilchen“ Paris

Den Auftakt hat im Oktober der Disney-Klassiker „Arielle, die Meerjungfrau“ als deutschsprachige Erstaufführung gemacht; das Musical entwickelt sich bereits zum Publikums-Hit der Saison. Intendant Andreas Gergen inszeniert die Geschichte der Königstochter, gespielt von Anna Rosa Döller, die für ihren Traum vom Leben an Land sogar ihre Stimme hergibt. Maya Hakvoort gibt die durchtriebene Meerhexe Ursula, und Hits wie „Unter dem Meer“ garantieren Gänsehaut für Groß und Klein. Intimer wird es ab 1. November im Foyer: Emmerich Kálmáns letzte Operette „Das Veilchen vom Montmartre“ erzählt in einer neuen Kammerfassung vom Dienstmädchen, das in der Pariser Bohème zum Star aufsteigt.

Gruseldinner mit „Addams Family“ und „Jamie“ in Heels

Ab 13. November bittet dann ein Clan zu Tisch, der das Morbide liebt. Im Musical „The Addams Family“ verguckt sich Wednesday ausgerechnet in einen braven Bürgersohn, und das Kennenlern-Dinner der beiden Familien gerät herrlich aus den Fugen. Drew Sarich und Ann Mandrella führen als Gomez und Morticia durch den schwarzhumorigen Abend. Glitzer im Rampenlicht verspricht ab 18. Dezember „Alle reden nur noch von Jamie“ in österreichischer Erstaufführung. Das Stück erzählt die wahre Geschichte eines Schülers aus Sheffield, der als Dragqueen zum Abschlussball will. Pia Douwes spielt seine Mutter, Alfons Haider den Ex-Travestiestar, der ihm Mut macht.

Leopoldi erklingt im kleinen Café und Lehár im Herzen

Eine Uraufführung folgt am 19. Februar: „Ein kleines Café irgendwo“ von Peter Lund führt in ein Wiener Kaffeehaus des Jahres 1938 und verwebt das Schicksal einer jüdischen Familie mit Liedern von Hermann Leopoldi. Zum Finale erklingt ab 19. März Franz Lehárs „Das Land des Lächelns“, in dem die Liebe zwischen einer Wienerin und einem fernöstlichen Prinzen an zwei Welten zerbricht. Das Publikum kann sich auf ein berührendes Wiederhören des unsterblichen Tauber-Hits „Dein ist mein ganzes Herz“ freuen.

„Matilda“ greift in Berlin nach großen Musical-Lorbeeren

Guten Grund zur Freude gibt es für die Bühne Baden im November. Roald Dahls „Matilda – Das Musical“ ist in der Kategorie „Beste deutschsprachige Erstaufführung“ für den Deutschen Musical Theater Preis 2026 nominiert. Die bezaubernde Geschichte rund um ein kluges und empathisches Mädchen, das in einem tristen Umfeld aufwachsen muss und es wagt, gegen Ungerechtigkeiten aufzubegehren hat in der Spielzeit 2025/26 für ein restlos ausverkauftes Haus samt Zusatzvorstellungen gesorgt. Die Verleihung findet am 16. November 2026 in Berlin statt.

INFO & TICKETS:
buehnebaden.at

Michaela Görlich
Michaela Görlich
Chefredaktion

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