Beitragsbild: © Cortina da Cojana
Als eine der Gastgeberstädte der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 neben Mailand tritt die Stadt siebzig Jahre nach dem Spektakel von 1956 erneut auf die internationale Bühne.
Cortina d’Ampezzo, die „Königin der Dolomiten“, thront auf 1.224 Metern und vereint alpinen Charme mit mediterraner Leichtigkeit. Der elegante Wintersportort in Norditalien war lange Zeit Anziehungspunkt für High Society, Industrielle, Intellektuelle und James Bond.
70 Jahre nach den legendären Winterspielen von 1956 kehrt die Sportwelt 2026 erneut zurück und rückt Cortina wieder ins Rampenlicht. Gemeinsam mit der lombardischen Kultur- und Modemetropole Mailand ist Cortina von 6. bis 22. Februar Austragungsort der XXV. Olympischen Winterspiele, von 6. bis 15. März der XIV. Winter-Paralympics. Nach 1956 und Turin 2006 werden es die dritten Winterspiele in Italien sein.
LEGENDE
Die Spiele 1956 wurden weltweit im Fernsehen ausgestrahlt – es war die erste Übertragung dieser Art – und brachte Cortina internationale Bekanntheit. Aus dem beschaulichen ladinischen Städtchen wurde mit einem Schlag eine der ersten und bedeutendsten Wintersportadressen im gesamten Alpenraum. Auch der Stern der österreichischen Skilegende Toni Sailer ging damals auf, der Kitzbüheler gewann alle drei alpinen Disziplinen der Herren.

© FilippoForner

© fondazionecortina

© Simone De Cillia

INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT
Eine ähnliche Strahlkraft wie damals erhoffen sich die Tourismusverantwortlichen auch von den bevorstehenden Großereignissen. Für die Olympischen und Paralympischen Spiele sind rund 150 Millionen Euro in Sportinfrastruktur, Verkehr und Beherbergungen geflossen; mehr als 100 Baustellen, Hotelrenovierungen und Modernisierungen im Bereich der Barrierefreiheit haben das Ortsbild der letzten Jahre geprägt und legendären Sportstätten von 1956 wurde neues Leben eingehaucht: Die Olimpia delle Tofane‑Piste, das neue Cortina Sliding Centre, das erneuerte Olympische Eisstadion und die revitalisierte Italia‑Skisprungschanze sind fit für die bevorstehenden Wettkämpfe.
KLARES ZIEL
Die Olympischen Winterspiele sollen nicht nur die Schönheit der Region weltweit präsentieren, sondern eine Vision für die Zukunft vermitteln, die Cortina wieder erstrahlen lässt: keine Überdimensionierung des Tourismus, sondern eine Qualitätssteigerung der Angebote.
Im Mittelpunkt stehen Nachhaltigkeit, Respekt für Landschaft und Tradition sowie die Förderung lokaler Kultur, Handwerk und Kulinarik. Cortina soll Vorbild für alpinen Tourismus werden – eine Destination, in der Natur, Sport, Kultur und Wohlbefinden zu einer hochwertigen, ganzjährigen Erfahrung verschmelzen. Barrierefreiheit und Inklusion sind zentrale Säulen dieser Vision.
Der Ansatz „Cortina, eine Destination für alle“ integriert Barrierefreiheit in alle Bereiche des touristischen Angebots, die Stadt soll bereits bei den Paralympischen Spielen 2026 „wirklich zugänglich sein“ und sich langfristig in ein Zentrum inklusiven Tourismus verwandeln. Die Spiele gelten für all diese Vorhaben als Startschuss für eine langfristige Entwicklung, nicht als Endpunkt – das Erbe von „Milano Cortina 2026“ soll zählen. Mögen die Spiele beginnen. Und alles gelingen.

© Denis Jankovic

© manazproductions

© www.bandion




