Beitragsbild: © Christian Fürthner
Am 12. September wird die Zieglergasse wieder zur Bühne für die österreichische Gegenwartsliteratur. Mehr als 50 Autor:innen, Musiker:innen und Künstler:innen verwandeln die klimafitte Straße in einen offenen Kulturraum – mit Lesungen, Konzerten, Performances und Workshops. Der Eintritt ist frei.
Literatur, wo das Leben passiert
Literatur muss nicht immer zwischen vier Wänden stattfinden. Manchmal reicht eine Straße, ein Sessel, ein Mikrofon – und ein neugieriges Publikum. Genau dieses Prinzip macht die Literaturmeile Zieglergasse seit sieben Jahren erfolgreich. Am Samstag, 12. September 2026, lädt der Kulturbezirk Neubau von 14 bis 22 Uhr wieder zum Literaturfestival unter freiem Himmel. Die Zieglergasse wird dabei zur längsten Lesebühne des Tages: Über zehn Spielorte entlang der Straße laden zum Zuhören, Entdecken und Verweilen ein.
Mehr als 50 Stimmen
Auf der Hauptbühne, in Lokalen, Kulturinstitutionen und weiteren Locations treffen etablierte Namen auf neue literarische Positionen. Mit dabei sind unter anderem Laura Freudenthaler, Milena Michiko Flašar, Verena Stauffer, Ellen Dunne, Sandra Gugić und Hubert Weinheimer, Autor und Sänger der Band „Das Trojanische Pferd“.
Den Auftakt bildet die feierliche Eröffnung, anschließend sorgt Jazzmusiker Carlos Emilio für den ersten Live-Moment. Durch das Programm führt Markus Köhle. Dazu kommen Gespräche, Ausstellungen, Performances und Workshops. Zum Finale wird es traditionell musikalisch: Fuzzman beendet die Literaturmeile mit einem Schlusskonzert.
Literatur zum Mitmachen
Auch für Familien ist einiges dabei. Ein Kinderprogramm mit Mitmach-Lesungen und Workshops macht Literatur für die jüngsten Besucher:innen erlebbar. Wer lieber stöbert, kann sich bei unabhängigen Verlagen über Neuerscheinungen informieren und direkt mit Autor:innen ins Gespräch kommen. Überhaupt geht es bei der Literaturmeile weniger um die klassische Distanz zwischen Bühne und Publikum. Man kann zuhören, weitergehen, stehen bleiben, zufällig in eine Lesung geraten oder bei einem Kaffee über das gerade Gehörte diskutieren. Literatur wird hier nicht nur präsentiert – sie wird Teil des Straßenlebens.
Die Straße als Kulturraum
Die Zieglergasse ist dafür längst mehr als eine Kulisse. Als Wiens erste klimafitte Straße bietet sie den räumlichen Rahmen für ein Festival, das Literatur bewusst aus den klassischen Veranstaltungsorten holt.
„Die Literaturmeile Zieglergasse lebt davon, dass Literatur mitten im öffentlichen Raum stattfindet“, sagt Peter Clar, der gemeinsam mit Martin Peichl für das Programm verantwortlich zeichnet. Genau darum geht es: Begegnungen möglich zu machen, die sonst vielleicht nicht stattfinden würden.
„Ich freue mich, dass hier Literatur Menschen jeden Alters zusammenbringt und der Bezirk Neubau einmal mehr zur Bühne für zeitgenössische Kultur wird.“
-Bezirksvorsteher Markus Reiter
Auch Bezirksvorsteher Markus Reiter sieht in der Veranstaltung ein Beispiel dafür, wie lebendig Kultur im öffentlichen Raum sein kann. Die Zieglergasse werde dabei zum Ort für Austausch, Inspiration und Begegnung – und Neubau einmal mehr zur Bühne für zeitgenössische Kultur.
Ein Tag für die Literatur
Von der ersten Lesung am Nachmittag bis zum Schlusskonzert am Abend zeigt die Literaturmeile, wie vielseitig Gegenwartsliteratur sein kann. Und vielleicht ist das Schönste daran, dass man keinen besonderen Plan braucht: Einfach in die Zieglergasse kommen, sich treiben lassen und schauen, welche Geschichte einem über den Weg läuft.
Literaturmeile Zieglergasse 2026
Samstag, 12. September 2026, 14–22 Uhr
Zieglergasse, 1070 Wien, zwischen froemmel’s conditorei und Literaturhaus Wien
Eintritt frei








