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Samstag, Juni 25, 2022

Flug-Angst

Solche Erlebnisse mit Luftlöchern kommen immer wieder vor. Ganz abgesehen von „Rucklern“ während eines Fluges, die jemandem mit Flugangst, auch Aviophobie genannt, den Schweiß in die Handflächen treiben. Dann schießen Gedanken über die Endlichkeit des Lebens durch den Kopf, genauso wie gefühlte hunderte Szenen von Katastrophen-Filmen – trotz des Wissens um die geringe Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Flug tatsächlich etwas Lebensbedrohliches passiert. Und dann passiert wieder einmal: nichts. Zumindest bei meinen Flügen war es bisher so. Viel wahrscheinlicher, als dass ein Flugzeug abstürzt, ist es, dass mir nach dem Flug vom langen Sitzen die Beine und der Rücken weh tun. Gerade deswegen sagen Experten, dass wir im Flugzeug, gerade bei langen Flügen, immer wieder aufstehen und uns strecken sollen, mit den Zehen wippen und Ähnliches – jedenfalls Bewegung machen. Wie auch sonst, ganz abseits vom Fliegen. Bewegung, regelmäßige Bewegung verlängert angeblich das Leben. Wenn wir täglich rund zehn Minuten zügig gehen, steigern wir die Lebenserwartung im Schnitt um 1,8 Jahre. Wer täglich eine halbe Stunde schafft, sogar um drei Jahre – das ist zumindest das Ergebnis einer Studie von skandinavischen und US-Forschern, die dafür Daten aus sechs Untersuchungen mit mehr als 650.000 Teilnehmern im Alter von 21 bis 90 Jahren analysiert und Ende vergangenen Jahres präsentiert haben. Nicht nur deshalb habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, zu Fuß ins Büro zu gehen. So komme ich auf eine knappe halbe Stunde Bewegung pro Tag. Ich werde also laut Forschern drei Jahre länger leben – hoffentlich. Und eines Tages vielleicht auch ganz ohne Flugangst. Denn ganz ehrlich: Fliegen an sich ist doch etwas ganz Tolles – und der nächste Urlaub kommt bestimmt.

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