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Donnerstag, Juni 30, 2022

Geburtsfest der Sonne!

Im Laufe von Jahrhunderten hat sich die Zählweise unserer 12 Monate geändert und die vier Jahreszeiten wurden plötzlich völlig unterschiedlich interpretiert! Kälte, Schnee und Eis stehen uns ins Haus. Trotz allem wird der düstere Dezember von den Lichtern der Weihnachtsmärkte erhellt, der Weihnachtsstress in unendliche gefühlsmäßige Höhen katapultiert! Doch Weihnachten hat eine mythisch tief verwurzelte Tradition, fernab vom großen Konsumwahn. Jetzt muss ich allerdings tief in die Geschichtskiste greifen: Der kalendarische Winterbeginn und gleichzeitig das „Geburtsfest der Sonne“ war in altrömischer Zeit der 25. Dezember. Der kürzeste Tag mit dem niedrigsten Sonnenstand im ganzen Jahr. Geändert wurde dies durch die gregorianische Kalenderreform und somit auf den 21. Dezember verschoben. Übrigens, heuer beginnt astronomisch der Winter exakt am 21. 12. um 18:11 MEZ. In heidnischer Zeit also das „Geburtsfest der Sonne“ – welch ein aufmunterndes Bild! Damals offerierte man den Göttern und Geistern bunte Schüsseln mit Früchten. In späterer Folge entwickelte das Christentum diesen wunderbaren Brauch zum Gabentisch weiter und weiter … und schließlich landen wir beim Weihnachtsfest – der Geburt Christi. Doch die Wiedergeburt der Sonne ausgerechnet als Sinnbild des frostreichen Winterbeginns, der längsten Nacht im Jahr? Immerhin der Optimismus siegt: die Sonne steht im Wendekreis des Steinbockes und wandert nicht mehr weiter südlich. Die Tage werden wieder länger, aber noch nicht wirklich wärmer! Denn gerade jetzt kommt er erst so richtig in Schwung: der Winter. Auch der Genuss und die Stille der Vorweihnachtszeit sollte ein klein wenig in uns Fuß fassen! Sie fragen sich sicher: Wo ist denn die Stille? Ganz richtig – aber für die Stille sind wir selbst zuständig. Frohes Fest und gute Landung im Jahr 2014!

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