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Mittwoch, März 29, 2023

Heizkosten

In aktuellen Wohnungs-Anzeigen muss der Heizwärmebedarf angeführt sein. „Der Heizwärmebedarf ist bei der Wohnungssuche unbedingt zu beachten. Denn eine scheinbar günstige Wohnung kann sehr teuer werden, wenn die Heizkosten hoch sind“, warnt DIin Ingrid Tributsch, Energieexpertin von „die umweltberatung“, und erklärt, wie schon beim Lesen einer Wohnungsanzeige – anhand der Energiekennzahl – die Höhe der Heizkosten abgeschätzt werden kann. Wichtig ist aber auch darauf zu achten, mit welcher Energiequelle die Wohnung beheizt wird.

Der Heizwärmebedarf. In Miet- und Verkaufsanzeigen von Immobilien muss als Energiekennzahl der Heizwärmebedarf (HWBBGF) angegeben werden. „Damit können Sie die laufenden Heizkosten abschätzen. Je niedriger der Wert des Heizwärmebedarfs ist, umso besser ist die thermische Qualität der Gebäudehülle und umso weniger Energie wird zum Beheizen benötigt“, erklärt Ingrid Tributsch.

Heizkosten berechnen leicht gemacht

• So geht’s: Die Wohnnutzfläche mit 1,25 multiplizieren, um die Bruttogeschoßfläche (Wohnfläche inkl. Außenmauern) zu erhalten.

• Diese Zahl mit dem angegebenen HWBBGF-Wert multipliziert ergibt den Heizwärmebedarf in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a).

• Den Heizwärmebedarf mit den Heizkosten des zukünftigen Heizsystems multiplizieren (derzeit ca. 0,2 Euro/kWh für Strom, ca. 0,08 Euro/kWh für Gas, bei Fernwärme beim jeweiligen Betreiber nachfragen) – das Ergebnis sind die geschätzen jährlichen Heizkosten.

Rechenbeispiel zur Berechnung des Heizwärmebedarfs

Wohnung A: 140 m2 Wohnfläche, HWB 30

• Wohnung B: 140 m2 Wohnfläche, HWB 150 Bruttogeschoßfläche berechnen: 140 m2 x 1,25 = 175 m2

• Wohnung A: HWBBGF = 30 kWh/m2a x 175 m2 = 5.250 kWh/a Heizwärmebedarf pro Jahr = 420 Euro Heizkosten mit Gastherme (ohne Warmwasser) = 1.050 Euro Heizkosten mit Elektroheizung (ohne Warmwasser)

• Wohnung B: HWBBGF = 150 kWh/m2a x 175 m2 = 26.250 kWh/a Heizwärmebedarf pro Jahr = 2.100 Euro Heizkosten mit Gastherme (ohne Warmwasser) = 5.250 Euro Heizkosten mit Elektroheizung (ohne Warmwasser)

Fazit: Wohnung B (HWBBGF 150) hat einen ca. 5-mal höheren errechneten Heizwärmebedarf und verursacht ca. 5-mal so hohe Energiekosten wie Wohnung A (HWBBGF 30)! Mit Strom zu heizen kostet ca. 2,5-mal so viel wie mit Gas! Es lohnt sich also, bei Wohnungsinseraten auf den HWBBGF und das Heizsystem zu achten – vor allem, da die Energiekosten in der Praxis noch höher sein können …

 

Info: Kostenloser Download des Infoblattes „Energieausweis für Wohngebäude in Wien“ und viele weitere Informationen auf umweltberatung.at

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