Beitragsbild: © Sandra Oblak
An der BOKU werden jene Technologien gelehrt, die für die Zukunft der Menschheit entscheidend sein werden. Ein Interview mit der Studentin Lucia Logar, die Green Building Engineering studiert.
Mit etwa 3.000 Mitarbeiter*innen und 12.000 Studierenden ist die BOKU University ein riesiges Reich für Forschung und Lehre. Das Studienangebot der BOKU ist dabei so vielfältig wie die Fragestellungen unserer Zeit. Es gibt allein sieben Bachelorstudien, nämlich: Lebensmittel- und Biotechnologie, Umweltingenieurwissenschaften, Umwelt- und Bioressourcenmanagement, Holz- und Naturfasertechnologie, Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur, Agrarwissenschaften sowie Forstwirtschaft (dazu 31 Masterstudien und 13 Doktoratsstudien). Studierende können also aus einer breiten Palette wählen. Alle Studiengänge sind nach dem 3-Säulen-Prinzip aufgebaut: Technik, Naturwissenschaften und Sozioökonomie. Diese interdisziplinäre Ausrichtung ist ein zentrales Merkmal der BOKU und bereitet optimal auf komplexe Berufsfelder vor. Absolventinnen der BOKU brauchen sich in der Regel über mangelnde Jobangebote keine Sorgen zu machen. Die BOKU University ist eine der besten Life-Sciences-Universitäten Europas, die sich durch ihre ganzheitliche Herangehensweise in Forschung und Lehre auszeichnet. Die BOKU-Standorte Türkenschanze, Muthgasse und Tulln bieten heute in den sechs Departments Studierenden optimale Rahmenbedingungen zum Lernen und Forschen.
vormagazin: Wie kamen Sie zum Studium an der BOKU?
Lucia Logar: Ich habe schon die HTL Holztechnik in Mödling besucht und für mich war klar, dass ich etwas Naturwissenschaftliches, Technisches machen will. Mathe, Physik und Chemie waren schon im Gymnasium meine Lieblingsfächer. Und damit war der Weg in eine HTL klar. Und jetzt mache ich nach dem BSc-Abschluss Holz- und Naturfasertechnologie eben das Masterstudium Green Building Engineering. Damit ich zugelassen wurde, musste ich aber einiges nachholen – etwa Konstruktion und Baustatik, aber auch Vermessung, Bodenmechanik. Jetzt mache ich den Green Building Master und das taugt mir voll.
„Ich hatte immer schon einen Bezug zu Holz – vielleicht weil mein Vater Möbelrestaurator ist.“ Lucia Logar
Warum sind Sie gerade bei Holz gelandet?
Vielleicht weil mein Vater Möbelrestaurateur ist. Ich hatte immer schon einen Bezug zu Holz und war auch oft in seiner Werkstatt.
Ist auch praktisch – bauen Sie sich Ihre Möbel selber?
In der HTL haben wir natürlich auch Werkstätte und Tischlerei gehabt. Da haben wir auch Möbel gebaut. Es gibt auch so ein kleines Sägewerk in der HTL.
Als Frau in der Technik – waren Sie da krass in der Minderheit?
Also in der Abteilung Holztechnik waren wir in meiner Klasse bis zu acht Mädchen – von ungefähr 25. Für eine HTL ist das ein recht hoher Frauenanteil, aber natürlich immer noch ausbaufähig.
An der BOKU ist das besser?
Unter den Studierenden ist der Frauenanteil sogar etwas höher als der Männeranteil.
Sie sind auch im ÖH-BOKU-Vorsitz. Warum haben Sie sich dort engagiert?
Das ist ja ein Ehrenamt … Das ist leider heute ein Privileg, dass man ehrenamtlich tätig sein kann, weil es wirklich viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber es macht Spaß. Und ich habe sehr, sehr viel dazugelernt. Wir in der ÖH sind die Verbindung zwischen den Studierenden und dem Rektorat, an uns werden also viele Anliegen von Mitstudierenden herangetragen. Und einmal im Jahr organisieren wir den BOKU-Ball.
„Ein Studienkollege testet gerade, wie stark belastbar Ziegel aus Holz sind.“
Lucia Logar
Wie ist die Stimmung in der Studentenschaft?
An der BOKU ist grundsätzlich der Teamgeist sehr groß. Es gibt sehr wenig Konkurrenzkampf und man hilft sich immer gegenseitig.
In welchem Bereich wird gerade beim Holz geforscht?
Hier am Institute for Green Civil Engineering geht es eher Richtung Holzbau. Mein Studienkollege macht gerade Ziegel, um herauszufinden, welchen Belastungen die standhalten können. Baustoffe quasi aus Holz. Es gibt aber auch das Institut für Holztechnologie in Tulln. Da habe ich auch einmal gearbeitet. Da geht es etwa um nachhaltige Klebstoffe – das ist echt sehr vielfältig.
Holz als Baustoff der Zukunft?
Beton verwittert nicht – auch wenn wir an der BOKU forschen, wie Beton wiederverwertbar werden kann, ist Holz sicher nachhaltiger.

Tag der offenen Tür am Freitag, 27. März 10 BIS 18 UHR.
Schnuppervorlesungen bieten einen exemplarischen Einblick ins jeweilige Studium, es gibt zu jedem Studium eine Minilecture, die sich ganz auf die Inhalte des Studiums fokussiert. Dazu gibt es Insidergespräche mit BOKU-Absolvent*innen, Campusführungen und Laborbesichtigungen.
Peter-Jordan-Straße 82, 1180 Wien, boku.ac.at



