Die neue Äußere Mahü: Mehr Grün, mehr Raum, bessere Wege durch den Westen Wiens

Beitragsbild: © ZOOMVP/ Mobilitätsagentur Wien

Die Äußere Mariahilfer Straße wird immer mehr zur klimafitten Stadtachse – und damit zu einem urbanen Boulevard, der Grünraum, Radverkehr, Fußwege und öffentliche Mobilität stärker verbindet. Mit dem Baustart für den zweiten Abschnitt zwischen Clementinengasse und Anschützgasse wächst das Projekt weiter in Richtung einer durchgängigen, lebenswerten Verbindung vom Gürtel bis tief in den 15. Bezirk.

Geplant sind insgesamt 63 neue Bäume, rund 100 Grünbeete und mehr als 2.000 Quadratmeter zusätzliche Grünflächen. Herzstück bleibt der baulich getrennte Zwei-Richtungs-Radweg, der auf insgesamt 1,3 Kilometern eine neue, komfortable Verbindung schafft – als Ergänzung zum dichten Netz aus Straßenbahn, Bus und U-Bahn entlang der Mariahilfer Straße.

Stadtboulevard statt Durchzugsstraße

Mit 45 neuen Baumpflanzungen wird der zweite Abschnitt zur begrünten Allee. Breitere Gehbereiche, konsumfreie Aufenthaltszonen und Sitzmöglichkeiten schaffen Raum für langsame Mobilität – zu Fuß, mit dem Rad und als Übergang zum öffentlichen Verkehr.

„Der so schön gewordene erste Abschnitt zeigt sehr klar, wohin die Reise geht: Ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg, viele bunte Beete und neue Bäume werten die Äußere Mahü deutlich auf. Mit dem zweiten Abschnitt setzen wir diese Aufwertung nun fort und schaffen eine Top-Radverbindung über 1,3 Kilometer vom Gürtel in den 15. Bezirk“, sagt Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Die Straße wird damit zunehmend zur klimafitten Verbindungsachse zwischen Wohnvierteln, lokalen Geschäftsstraßen und den bestehenden Öffi-Knoten im Westen Wiens.

„Wir schaffen eine Top-Radverbindung über 1,3 Kilometer vom Gürtel in den 15. Bezirk

Mobilitätsstadträtin Ulli Sima

Radbeauftragter Martin Blum, NEOS Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner, Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht gaben den Startschuss für den 2. Abschnitt. © Stadt Wien/ Rene Wallentin

Mobilität als Zusammenspiel

Die Umgestaltung setzt bewusst auf das Zusammenspiel verschiedener Verkehrsarten. Wer mit der Straßenbahn entlang der Mariahilfer Straße unterwegs ist, kann künftig einfacher auf das Rad wechseln. Breitere Gehsteige erleichtern den Weg zu Haltestellen, während neue Aufenthaltsbereiche Wartezeiten angenehmer machen. Gleichzeitig sorgt die Einbahnführung stadtauswärts für mehr Platz – nicht für zusätzlichen Autoverkehr, sondern für sichere Wege, Begrünung und Kühlung.

Bürgerbeteiligung als Ausgangspunkt

Der Umbau geht auf eine breite Beteiligung im Jahr 2023 zurück. Gewünscht wurden mehr Grünflächen, Verkehrsberuhigung und bessere Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität.

„Im ersten Abschnitt ist bereits das ,Good Feeling‘ spürbar: Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, profitiert vom neuen Radweg, breiteren Gehsteigen und beruhigten Gastgartenbereichen – das bringt auch der lokalen Wirtschaft mehr Qualität“, betont Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht.

Die Äußere Mahü wird damit nicht nur Verkehrsraum, sondern ein öffentlicher Aufenthaltsraum – ein Stück Stadt, das zwischen Haltestelle, Einkauf und Alltag verbindet.

„Im ersten Abschnitt ist bereits das ,Good Feeling‘ spürbar…“

Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht

Der erste Abschnitt zeigt die Richtung

Der bereits fertiggestellte Bereich zwischen Gürtel und Clementinengasse bietet über 600 Meter neue Radinfrastruktur, 18 neue Bäume und zusätzliche Grünflächen. Trinkhydranten und Sitzgelegenheiten machen den Abschnitt zu einem Ort, der nicht nur durchquert, sondern genutzt wird. Neue Lokale entlang der Strecke profitieren von der langsameren Mobilität – und vom steigenden Fußverkehr zwischen Öffi-Haltestellen und Grätzl.

Clementinengasse wird zur ruhigen Stadtinsel

Ein besonderes Detail der zweiten Bauphase ist die Umgestaltung der Clementinengasse. Die Seitenstraße wird zur begrünten, verkehrsberuhigten Sackgasse. Zwei neue Bäume, Wasserspiel, Trinkhydrant und Sitzmöbel schaffen einen kleinen, gekühlten Aufenthaltsraum mitten im dicht bebauten Viertel. Damit entsteht ein ruhiger Übergang zwischen der belebten Mariahilfer Straße und den angrenzenden Wohnstraßen.

Kühlung für heiße Sommertage

Neben Grünflächen sorgen Trinkhydranten, Wasserspiele und Nebelstellen für Abkühlung. Die schattigen Sitzplätze werden zu kleinen Mikro-Oasen entlang der Route – besonders dort, wo Menschen zwischen Öffis, Rad und Fußweg unterwegs sind. Die neuen Grünflächen helfen zudem, Regenwasser zu speichern und das Mikroklima nachhaltig zu verbessern.

Neue Verbindung zum Schwendermarkt

Auch der Schwendermarkt wird stärker eingebunden. Die neue Radverbindung macht den traditionsreichen Markt leichter erreichbar – sowohl aus Richtung Gürtel als auch aus den angrenzenden Wohnvierteln. Die bereits erfolgte Aufwertung mit Grünflächen und Sitzgelegenheiten wird durch die klimafitte Achse weiter gestärkt. Der Markt rückt damit wieder stärker ins alltägliche Bewegungsnetz des Bezirks.

Dritter Abschnitt bereits geplant

Nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts folgt die Weiterführung bis zur Schloßallee. Dann entsteht eine fast zwei Kilometer lange, begrünte Verbindung vom 6. Bezirk durch den 15. Bezirk bis in den 14. Bezirk – als urbane Route zwischen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und öffentlichem Verkehr.

Zahlen & Fakten zur neuen Äußeren Mahü

  • 1.300 Meter neue Radverbindung
  • 63 neue Bäume
  • rund 2.000 Quadratmeter zusätzliche Grünflächen
  • 100 Grünbeete
  • 26 Nebelstelen
  • 3 Wasserspiele
  • 13 Trinkhydranten
  • 133 Sitzmöbel
Carla Hoffmann
Carla Hoffmann
Redakteurin Vormagazin

Latest Posts

Erstellt am:
Anzeige

Für den vormagazin-Newsletter anmelden – Bleib mit uns in Bewegung

Neueste Beiträge