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Freitag, Juni 14, 2024

Modernisierung des Theater an der Wien läuft auf Hochtouren

Bild: ©VBW/Andreas J. Hirsch

Im Theater an der Wien sind die Sanierungsmaßnahmen in vollem Gange. Finale Abbruch- und Demontagearbeiten, Rohbauarbeiten, Fundamentierung im Orchestergraben und Trockenlegungsmaßnahmen sind derzeit im Laufen.

Das Theater an der Wien der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), ein Unternehmen der Wien Holding, zählt zu den schönsten und traditionsreichsten Bühnen der Stadt. Seit 2006 wird es als innovatives Stagione-Opernhaus mit internationaler Strahlkraft bespielt. Mit Frühjahr 2022 fiel der Startschuss zur dringend notwendigen Generalsanierung und Modernisierung. Zuletzt von Grund auf saniert wurde das Theater an der Wien im Jahr 1962. Nun wird das Haus inklusive seiner Bausubstanz umfassend und nachhaltig saniert, um das traditionsreiche Opernhaus für die nächsten Generationen zu erhalten, den Anforderungen an Sicherheit und Komfort der Besucher*innen, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Theaters zu entsprechen und einen zeitgemäßen Spielbetrieb auf Dauer sicherzustellen.

Die Arbeiten erfolgen nach den Vorgaben des Denkmalsschutzes, unter dem Teile des Theaters wie das sogenannte „Papagenotor“ an der Millöckergasse und der Theatersaal stehen.

„Die Sanierung und Modernisierung des historischen Theater an der Wien ist derzeit in vollem Gange. Ein für die Wien Holding dringend notwendiger Schritt, um das Opernhaus der Stadt auf lange Sicht fit für die Zukunft zu machen. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen die Verbesserung der baulichen Substanz und der Haustechnik, die Renovierung des Vorder- und Hinterhauses, die Öffnung des Hauses zum Naschmarkt hin sowie die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone in der Millöckergasse. Etwa zwei Jahre wird der Umbau in Anspruch nehmen, um das traditionsreiche Opernhaus in eine ebenso glänzende Zukunft zu führen“, so Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer.

Im Theater an der Wien sind finale Abbruch- und Demontagearbeiten, Rohbauarbeiten und Fundamentierung im Laufen.
Die Arbeiten am Theater an der Wien sind in vollem Gange. – ©VBW/Andreas J. Hirsch

Überblick

Im Einzelnen betrifft die Generalsanierung und Modernisierung die folgenden Bereiche des historischen Theaters: Eine Sanierung der Fassadenflächen in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt sowie Trockenlegungsnahmen werden durchgeführt. Eine dringend notwendige Sicherheits- und brandschutztechnische Sanierung ist nötig. Die Schaffung von Brandabschnitten und die Einrichtung einer Brandmeldeanlage sind vorgesehen. Eine komplette Erneuerung der Elektrotechnik, der Heizungs- und Lüftungsanlage sowie der Kaltwasser- und Warmwasserinstallationen sind projektiert. Durch die Neuorganisation im Bereich des Hinterhauses soll die Flächennutzung optimiert und bisher nicht genutzte Räume einer zukünftigen Nutzung zugeführt werden. Für Künstlerinnen und Mitarbeiter*innen der VBW ist ein Kantinenbetrieb vorgesehen. Die gesamte Veranstaltungstechnik wird saniert und modernisiert, um einen zukunftsorientierten Spielbetrieb zu ermöglichen. Im Bühnenbereich ist die Statik des Schnürbodens komplett ausgereizt und eine Verstärkung der Statik dringend notwendig, um zeitgemäße Inszenierungen möglich zu machen. Durch die Sanierung der gesamten technischen Gebäudeausstattung sind grundsätzlich für die kommenden Jahre geringere Betriebs- und Instandhaltungskosten zu erwarten. Eine umfassende Neuaufteilung und Erweiterung des Foyers sowie die Errichtung einer Aufzugsanlage zur Barrierefreiheit ist vorgesehen. Eine Attraktivierung des Publikumserlebnisses in den Foyers und Pausenräumen soll auch mit der Öffnung des Theaters zum Naschmarkt hin, durch die Errichtung einer projektierten Loggia, erreicht werden. Der Theatersaal wird unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte saniert. In der Millöckergasse ist, in Zusammenarbeit mit dem Bezirk, eine verkehrsberuhigte Zone geplant.


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