Beitragsbild: Power für die Interessen von Wiens Seniorinnen und Senioren: Ilse Fitzbauer, PVÖ Wien-Finanzreferentin, ist als Nachfolgerin von PVÖ Wien-Landespräsident Harry Kopietz (M.) nominiert. Michaela Sramek (r.) leitet als Geschäftsführerin den Pensionistenverband Wien. © PVÖ Wien/Ludwig Schedl
Harry Kopietz zieht sich Anfang November aus seiner Position als Landespräsident des Pensionisenverbandes Wien (PVÖ Wien) zurück. Als seine Nachfolgerin ist die bisherige PVÖ Wien-Finanzreferentin, Ilse Fitzbauer, nominiert; sie soll als erste Präsidentin in der Geschichte der starken Interessenvertretung für Seniorinnen und Senioren in Wien die Spitze übernehmen.
Bei der Landeskonferenz des Pensionistenverbandes Wien am 2. November 2026 im Rathaus kandidiert mit Ilse Fitzbauer erstmals eine Frau für das höchste Amt der Landesorganisation. Die bisherige Finanzreferentin soll Landespräsident Harry Kopietz ablösen, der sich nach prägende Jahren Anfang November aus der Führungsriege zurückzieht.
Harry Kopietz: Mit Herz und starker Stimme für die ältere Generation
Auf seine Amtszeit blickt der scheidende Präsident mit berechtigtem Stolz zurück. Unter seiner Führung hat sich der Pensionistenverband Wien geöffnet, modernisiert und hat in der Öffentlichkeit deutlich an Sichtbarkeit gewonnen. Gemeinschaft, Kultur und Freizeit bleiben wichtige Pfeiler, doch im Mittelpunkt stehe nun stärker „die handfeste Vertretung von Anliegen – ob bei Pensionen und Teuerung, bei Pflege und Gesundheit, beim Wohnen, bei der Mobilität oder bei digitalen Fragen,“ so Kopietz. Mit rund 16.000 Mitgliedern gehört die Organisation zu den einflussreichsten Stimmen der älteren Generation in der Stadt. Für die Zukunft erhofft sich Harry Kopietz einen selbstbewussten Verband, der auch die neue Generation der Pensionistinnen und Pensionisten erreicht und dort laut auftritt, wo ihre Interessen unter Druck geraten.
„Ich freue mich, meine Funktion als Präsident in jüngere, engagierte Hände zu geben. Aber ich werde dem PVÖ selbstverständlich verbunden bleiben – mit meiner Erfahrung, meinem Netzwerk und, wenn notwendig, auch mit meiner lauten Stimme.“
PVÖ Wien-Landespräsident Harry Kopietz
Ilse Fitzbauer: Eine Karriere im Zeichen der Wirtschaft und Politik
Die künftige Präsidentin verfügt über langjährige Erfahrung und fachliche Stärke aus ihrer Laufbahn in der Wirtschaft, ihrem politischen Engagement und ihrer Tätigkeit im PVÖ Wien. 35 Jahre war Fitzbauer in der Privatwirtschaft tätig, unter anderem bei IBM Österreich, wo sie über viele Jahre hinweg Führungsverantwortung trug. Dazu kommt ein Vierteljahrhundert politischer Arbeit in Floridsdorf und auf Landesebene: Von 2020 bis 2025 war sie Mitglied des Wiener Landtags und Gemeinderats. Zusätzlich zu ihrem ehrenamtlichen Einsatz im PVÖ Wien ist sie auch Vizepräsidentin und Finanzvorständin des Kuratoriums Fortuna.
Ein neues Bild der Generation 60+ abseits von überholten Klischees
Inhaltlich möchte Ilse Fitzbauer klare Schwerpunkte setzen. Sie will den Verband als starke politische Vertretung der Menschen ab 60 positionieren – überparteilich, zugleich aber mit einer klaren sozialen und demokratischen Grundhaltung. Der PVÖ soll Menschen zusammenbringen, Netzwerke aufbauen und sich in gesellschaftliche Debatten einbringen, auch dann, wenn es unbequem wird. Ein besonderes Anliegen ist Fitzbauer ein zeitgemäßes Verständnis des Älterwerdens: „Wir müssen das Bild der Generation 60+ verändern: weg von überholten Vorstellungen vom Alter, hin zu einem modernen Bild von Menschen mit Erfahrung, Kompetenz und Lebensleistung. Menschen, die mitten im Leben stehen, Verantwortung übernehmen und einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten.“
Der Pensionistenverband Wien steht im Übrigen allen Altersgruppen offen – auch Berufstätige können Mitglied werden und damit in eine Organisation investieren, die sich schon heute für die Pensionistinnen und Pensionisten von morgen einsetzt.
INFO:
pvoe.at/wien/



