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Freitag, Dezember 9, 2022

Studie der Arbeiterkammer „Frauen – Bildung – Arbeitsmarkt“

In den vergangenen 30 Jahren haben Frauen beim Bildungsniveau deutlich aufgeholt bzw. Männer bei Matura und Hochschulabschlüssen sogar überholt und sind auch deutlich öfter berufstätig als früher. Dabei werden sie allerdings häufiger als Männer unter ihrem Qualifikationsniveau beschäftigt, zeigt eine neue Langzeitstudie der Arbeiterkammer. Sie würden nämlich trotz ihres Aufholens beim Qualifikationsniveau öfter als Männer nicht entsprechend ihrer Ausbildung eingesetzt und „immer noch schlechter bezahlt".

Selbst im gleichen Beruf sind Frauen oft Lohndiskriminierung trotz gleicher Qualifikation ausgesetzt. Unter AkademikerInnen sind 35 Prozent der Frauen bzw. 26 Prozent der Männer eigentlich für ihren Posten überqualifiziert. Gerade in dieser Gruppe ist der Verdienst der Männer mit einem Viertel deutlich höher als jener der Frauen. Lange Berufsunterbrechungen wegen mangelnder Kinderbetreuung schmälern die Berufschancen von Frauen zusätzlich. Kaske fordert daher: „Es braucht mehr Einkommensgerechtigkeit. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss verbessert werden. Frauen brauchen mehr Möglichkeiten zu Fortbildung. Und die nichttraditionelle Berufswahl muss stärker gefördert werden."

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