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Wien
Samstag, Februar 24, 2024

VORstellung: Kunst

Wiener ZeichnerInnen

Zeichnen, eine Technik in der Kunst, die Linien und Striche in ihrer Gesamtkomposition ein Motiv, ein Abbild hervorbringen lässt, markiert und umrandet. Trotz hoher Anforderungen an die handwerkliche Fertigkeit steht sie unterbewertet oftmals am Rande des Kunstmarktes und wird auf Kunstmessen und in Galerien nicht so stark wie etwa die Malerei repräsentiert. Und verlangt doch meistens ein genauso hohes Maß an Zeitaufwand und Präzision wie so manch andere Verfahren.

Zu Beginn sei die in Wien geborene und in L.A. kunstschaffende Mercedes Helnwein – Tochter von Gottfried Helnwein – genannt. Sie widmet sich nebst der Malerei besonders intensiv der Zeichnung. Anhand der Auswahl und starken Narrativität der Motive, die Mercedes in ihren Zeichnungen darstellt, lässt sich ihr anfänglicher Wunsch, Schriftstellerin zu werden, nachvollziehen. Im Vordergrund ihrer Arbeiten steht die Faszination Frau mit all ihrer mysteriösen, eleganten Schönheit, ihrer meist im Stil der sechziger Jahre gehaltenen Modekleidung und Frisuren. Diese Frauen werden oft vor seltsame und befremdliche Szenen positioniert, die durchaus auch einen Touch von Gefahr in sich bergen. Erzeugt durch Blicke und Gesten sowie das Wechselspiel von Licht und Schatten, strahlen ihre Bilder oftmals etwas Unheimliches aus oder zeigen Formen spürbarer, aber nicht sichtbar dargestellter Gewalt und deren Spuren. Ganz im Stile des Regisseurs Alfred Hitchcock wird beim Betrachten der Zeichnungen Mercedes Helweins „suspense“ – Spannung und Ungewissheit – ausgelöst. Wir wissen nicht, welche Geschichten die Figuren ihrer Werke in sich tragen, was als nächstes geschehen wird, wer Opfer, wer Täter ist. Mercedes fotografiert Szenen, für die ihr oft Freunde Modell stehen und zeichnet diese anschließend. Dank ihrer hohen Qualität und der Fingerfertigkeit der Künstlerin werden die gezeichneten Körper und deren Anordnungen beinahe greifbar.Zu Beginn sei die in Wien geborene und in L.A. kunstschaffende Mercedes Helnwein – Tochter von Gottfried Helnwein – genannt. Sie widmet sich nebst der Malerei besonders intensiv der Zeichnung. Anhand der Auswahl und starken Narrativität der Motive, die Mercedes in ihren Zeichnungen darstellt, lässt sich ihr anfänglicher Wunsch, Schriftstellerin zu werden, nachvollziehen. Im Vordergrund ihrer Arbeiten steht die Faszination Frau mit all ihrer mysteriösen, eleganten Schönheit, ihrer meist im Stil der sechziger Jahre gehaltenen Modekleidung und Frisuren. Diese Frauen werden oft vor seltsame und befremdliche Szenen positioniert, die durchaus auch einen Touch von Gefahr in sich bergen. Erzeugt durch Blicke und Gesten sowie das Wechselspiel von Licht und Schatten, strahlen ihre Bilder oftmals etwas Unheimliches aus oder zeigen Formen spürbarer, aber nicht sichtbar dargestellter Gewalt und deren Spuren. Ganz im Stile des Regisseurs Alfred Hitchcock wird beim Betrachten der Zeichnungen Mercedes Helweins „suspense“ – Spannung und Ungewissheit – ausgelöst. Wir wissen nicht, welche Geschichten die Figuren ihrer Werke in sich tragen, was als nächstes geschehen wird, wer Opfer, wer Täter ist. Mercedes fotografiert Szenen, für die ihr oft Freunde Modell stehen und zeichnet diese anschließend. Dank ihrer hohen Qualität und der Fingerfertigkeit der Künstlerin werden die gezeichneten Körper und deren Anordnungen beinahe greifbar.

Mercedes Helnweins Zeichnungen stehen für ein hohes Maß an handwerklichem Geschick, sind aber nicht dem Fotorealismus zuzuschreiben. Ein starker Vertreter desselben ist ein Wiener Künstler, der unter dem Pseudonym Léunam Sarg arbeitet. Er widmet sich seit 2004 intensiv der Kunstform Zeichnung. Selbst hält er sich im Hintergrund und lässt seiner Vorliebe für sozialpolitische und sexuelle Motive den Vortritt. Mit viel Detailfetischismus und technischem Know-how zeigt er unter anderem gerne die Missstände der Gesellschaft auf und zwingt zum Hinsehen. Was nicht unbedingt zur leicht verdaulichen Kost gehört, kommt bei Léunam Sarg auf den Tisch und muss konsumiert werden.

Doch wer vertritt diese jungen ZeichnerInnen? Haben sie doch nicht gerade Blumenvasen als Motiv ihrer Arbeiten herangezogen, sondern sich den heiklen Themen dieser Welt verschrieben. Sowohl Mercedes Helnwein als auch Léunam Sarg werden in Wien von Kurator und Mitbegründer des Kunstpreises „Roter Teppich für junge Kunst“ Manuel Gras vertreten und dieses Jahr auf den Kunstmessen Viennafair und der Art Austria im Leopold Museum präsentiert. Auch wenn sich das Vermarkten von Zeichnungen oftmals als schwierig erweist, gibt es Galeristen, die sich nicht entmutigen lassen und sich mit Vorliebe deren Vertretung annehmen.

Dass die Zeichnung gerade in Wien höheren Stellenwert hat, verdankt sie ihrem wohl vehementesten Verfechter, dem Galeristen Manfred Lang. Die von ihm 1976 gegründete Galerie Lang widmet sich vorrangig der österreichischen Kunst nach 1960 und schreibt in ihrem Ausstellungsprogramm der Zeichnung besondere Bedeutung zu. Um noch mehr Aufmerksamkeit auf die Zeichnung zu lenken, gründete Lang den Galerien-Rundgang „Zeichnung Wien“ und sorgte damit für einen angemessenen Rahmen, um diese Kunstform zu präsentieren.

 

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