21.6 C
Wien
Dienstag, Juni 28, 2022

Wien: Die Stadt der Frauen

Die höchste Frauenerwerbstätigkeit, die geringste Einkommensschere, die besten Weiterbildungschancen, das beste Betreuungsangebot für Kinder, der europaweit beste Gewaltschutz. Die Stadt Wien hat für Frauen schon viel getan und hat noch viel mehr vor. SPÖ-Gemeinderätin Nicole Berger-Krotsch im Gespräch.

VORmagazin: Welche Schwerpunkte setzt sich die Stadt Wien in puncto Frauenpolitik?

Berger-Krotsch: Jede Frau soll in dieser Stadt sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können. Nach diesem Motto gestaltet Wien seine Frauenpolitik. Mit Erfolg: Wir haben eine Erwerbstätigenquote von fast 80 %, das gibt es sonst nirgends. Und weil die Wienerinnen österreichweit auch die beste Ausbildung und Qualifikation haben, ist bei uns auch der Einkommensunterschied am geringsten. Die verpflichtende Quote bei der Besetzung von Leitungspositionen im Magistrat ist mittlerweile auch Vorbild für die Wirtschaft, weil sich zeigt, dass gemischte Teams aus Männern und Frauen die erfolgreichsten sind.

VORmagazin: Eine Voraussetzung für beruflichen Erfolg ist gerade für Frauen auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Welche Fortschritte gibt es da?

Berger-Krotsch: Der Gratiskindergarten für 0- bis 6-Jährige ist österreichweit einzigartig. Während Familien in anderen Bundesländern mit kurzen Öffnungszeiten und vielen Schließtagen konfrontiert sind, baut Wien das Angebot stetig weiter aus. Wir haben heute 54.500 Kindergartenplätze und 21.000 Krippenplätze. Allein in diesem Jahr kommen 3.500 neue dazu.

VORmagazin: Welche Probleme sehen Sie, wo gibt es noch Nachholbedarf?

Berger-Krotsch: Mädchen wählen ihren zukünftigen Open Rathaus Beruf noch viel zu häufig nach Rollenstereoty- Anlässlich des Weltfrauentags pen. Daher hat Stadträtin Sandra Frauenberger am 8. März lädt die Stadt Wien am Frauentag einen Schwerpunkt darauf gelegt, von 14 bis 18 Uhr Mädchen und gerade jüngere Frauen und Mädchen zu unter- Frauen bereits zum zehnten Mal ins „Offene Rathaus“ ein. Über stützen, selbstbestimmt ihren Weg zu gehen. Sie 60 Institutionen informieren sollen gestärkt werden, in Beruf, Ausbildung und über ihr Angebot. Wahl der Lebensform ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Am 8. März gibt es im Rahmen des „Offenen Rathauses“ erstmals einen „interaktiven Mädchenraum“, der genau bei diesen Themen ansetzt.

Latest Posts

Anzeigespot_img

Neueste Beiträge

Bleib in Kontakt

Abonniere unseren Newsletter, um über alle Neuigkeiten automatisch informiert zu werden.