Nach dem dem tief spirituellen und orchestralen Meisterwerk Remembering Now (2025) kehrt Van Morrison mit seinen mittlerweile 80 Jahren keine 5 Monate später mit „Somebody tried to sell me Bridge“ radikal zu seinen Wurzeln zurück: dem Blues und dem frühen R&B.
Der kauzige Barde schlägt wieder zu
Van Morrison ist in seiner Spätphase produktiver (und streitbarer) denn je. Sein neuestes Werk, Someone Tried to Sell Me a Bridge, ist genau das, was der Titel verspricht: Eine knapp 80-minütige Abrechnung mit der modernen Welt, verpackt in den gewohnt erstklassigen Mix aus Klassikern des Blues Genres und ein paar eingesteuten
Eigenkompositionen
Musikalisch gibt es keine Überraschungen – und das ist in diesem Fall ein Kompliment. Wie immer arbeitet Morrison mit absoluten Profis zusammen. Die Band messerscharf und weiß, was sie tut-, Trotz seines Alters ist Morrisons Stimme bemerkenswert kraftvoll und einzigartig wie eh und je
Sein typisches „Scatting“ und das repetitive Kauen auf Textphrasen verleihen auch den simpleren Songs eine hypnotische Tiefe.
Van hat mit seiner hochkarätigen Gästeliste (neben den Bluesmeistern Buddy Guy und Taj Mahal u.a. auch der legendäre Elvis Bishop) hörbar Spaß… Und das überträgt sich dankenswerterweise direkt auf die HörerInnen. Möge er noch lange Spaß an seinem Schaffen haben – Beweisen muss er ja schon lange nichts mehr.

Somebody tried to sell me Bridge
Exile / Orangefield Records
INFO:
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