Warum „Schmeckt!“ zu den spannendsten Filmabenden des Sommers zählt

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Wer bis jetzt noch glaubt, Kurzfilme seien nur das Vorprogramm für den eigentlichen Hauptfilm, sollte sich den 26. Juni freihalten. Mit dem Festival „Schmeckt!“ verwandelt sich das Wiener Gartenbaukino bereits zum dritten Mal in eine Bühne für eine neue Generation von Filmschaffenden – roh, kreativ und voller Ideen, die sich nicht an klassische Erzählmuster halten müssen.

Acht Kurzfilme, viele neue Perspektiven und ein Programm, das Kunst, Musik und Begegnung verbindet: Das macht „Schmeckt!“ zu weit mehr als einem gewöhnlichen Kinoabend.

Junge Stimmen auf der großen Leinwand

Die gezeigten Werke stammen von aufstrebenden heimischen Talenten, die ihre Projekte noch ohne die technische und finanzielle Unterstützung großer Filmakademien realisiert haben. Gerade darin liegt ihr Reiz: Sie sind experimentell, persönlich und oft überraschend direkt.

Viele der Produktionen feiern beim Festival ihre Premiere vor Publikum. Festivalinitiator Xaver Haiden beschreibt „Schmeckt!“ als einen Ort, an dem mutige Ideen aufeinandertreffen und das Gespräch über Film noch lange nach dem Abspann weitergeht. Genau diese Offenheit macht den besonderen Charakter der Veranstaltung aus.

Kunst trifft Kino

Erstmals dauert das Festival zwei Tage und beginnt bereits am 25. Juni mit einer Vernissage in der Inside Out Gallery in der Kirchengasse. Junge bildende Künstler:innen präsentieren dort ihre Arbeiten in entspannter Atmosphäre mit Performances, Musik sowie Drinks und Kulinarik. Die Ausstellung bleibt bis zum Nachmittag des 26. Juni geöffnet und bildet den kreativen Auftakt, bevor sich das Geschehen ins Gartenbaukino verlagert.

Dort startet der Abend zunächst kulinarisch, bevor um 20 Uhr das Filmscreening beginnt. Moderierte Q&As mit den Filmschaffenden geben Einblicke in die Entstehung der Werke und schaffen Raum für Fragen und Diskussionen.

Acht Kurzfilme, acht unterschiedliche Handschriften

Das Programm zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die junge Filmszene derzeit arbeitet. Zu sehen sind „Construction“ von Emma Victoria Ehmer, „Missed Connection“ von Jawad Lasfar, „Tied“ von Nour Xavier Soares Coelho sowie „ich sehe was, was du jetzt siehst!“ von Emma Gruber.

Ergänzt wird das Line-up durch „Walter passt sein Anzug nicht“ von Paul Müller, „Die letzte Note“ von Sophie Gartner, „Welcome Home“ von Filip Jembrih Jandras und „Die Wiener Comedia“ von Felix Ernst Peter Schalk. Gemeinsam ergeben sie ein rund dreistündiges Programm, das unterschiedliche Genres, Themen und Erzählweisen miteinander verbindet. Das ganze Programm findet ihr hier!

Gespräche, Musik und eine lange Nacht

Wer danach noch Energie hat, zieht weiter zur offiziellen „Schmeckt!“-Afterparty im Celeste, wo das Wiener Kollektiv saitenwind den musikalischen Schlusspunkt setzt. So wird aus einem Festivalbesuch ein Gesamterlebnis, das Film, Kunst, Kulinarik und Nachtleben auf charmante Weise miteinander verbindet.

Ein Blick auf die Filmwelt von morgen

„Schmeckt!“ versteht sich nicht nur als Plattform für Kurzfilme, sondern als Schaufenster für Talente, die ihren eigenen Stil erst entwickeln und dabei bewusst neue Wege gehen. Für das Publikum bietet sich die seltene Gelegenheit, kreative Stimmen kennenzulernen, bevor sie vielleicht auf den großen Bühnen des Films ankommen.

Wer neugierig auf frische Ideen ist und Kino gerne als Ort der Begegnung erlebt, findet hier einen der spannendsten Kulturtermine des Wiener Sommers.

Carla Hoffmann
Carla Hoffmann
Redakteurin Vormagazin

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