Wiens Stromzukunft startet in Unterlaa

Beitragsbild: APG investiert 300 Mio. Euro in Umspannwerk Wien Südost (vlnr: Andreas Graf-Matzner – CloudHQ, Gerhard Fida – Wiener Netze, Christoph Guldner – Projektleiter APG , Gerhard Christiner – APG, Josef Taucher – Vorsitzender des Unterausschusses Wiener Stadtwerke. © APG / Niklas Stadler

Mit dem offiziellen Spatenstich für den Umbau und die Erweiterung des Umspannwerks Wien-Südost beginnt eines der wichtigsten Energieprojekte der kommenden Jahre. Die Anlage in Unterlaa wird zum zentralen Stromknotenpunkt für Wien und die Ostregion – und schafft die Voraussetzungen für die Energiewende in der Hauptstadt.

Die Stromdrehscheibe der Zukunft

Die für das österreichische Höchstspannungsnetz zuständige Austrian Power Grid (APG) investiert bis 2035 rund 300 Millionen Euro in den Standort. APG-Vorstandssprecher Gerhart Christiner bezeichnete das Umspannwerk als „gigantische Steckdose“ für Wien. Schon heute wird hier rund ein Drittel der österreichischen Stromverteilung abgewickelt.

Durch den Ausbau soll sich die Strom-Anschlussleistung für Wien bis 2035 verdoppeln. Gleichzeitig wird die Versorgung neuer Rechenzentren und weiterer wachsender Stromverbraucher im Großraum Wien möglich.

Wichtiger Schritt für die Energiewende

Auch die Wiener Netze investieren rund 40 Millionen Euro in neue Schaltanlagen. Für Josef Taucher, Vorsitzender des Unterausschusses für die Wiener Stadtwerke, ist das Projekt ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Das Ziel: Bis 2030 sollen alle Wiener Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden können. Damit Wind- und Sonnenstrom zuverlässig bei den Menschen ankommen, braucht es leistungsfähige Netze und moderne Infrastruktur.

Umbau bei laufendem Betrieb

Auf einer Fläche von rund 15 Hektar wird die bestehende 380-kV-Schaltanlage aus den 1980er-Jahren schrittweise erneuert. Gleichzeitig werden die beiden bestehenden Großtransformatoren ausgetauscht.

Die neuen Anlagen werden für die höheren Strommengen aus erneuerbaren Energiequellen ausgelegt und sollen Wien langfristig mit sauberer Energie versorgen. Was heute wie eine Großbaustelle aussieht, ist damit ein wichtiger Grundstein für die klimafreundliche Stromversorgung der Zukunft.

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