Das 15. Wiener Kinderlesefest machte das Rathaus zum Ferien-Hotspot

Beitragsbild: © Elisabeth Lechner

So beginnt der Sommer richtig: Schon lange bevor das Programm offiziell startete, bildete sich vor dem Arkadenhof des Wiener Rathauses eine beeindruckende Schlange. Familien, Schulklassen und Kindergruppen warteten voller Vorfreude auf den Einlass.

Am Donnerstag feierten tausende Kinder beim 15. Wiener Kinderlesefest den Start in die Sommerferien. Der historische Arkadenhof war den ganzen Tag über bestens gefüllt, an den Stationen wurde gebastelt, gespielt und gelesen, auf der Bühne wurde gelacht und mitgefiebert. Das neue Konzept, das Lesefest erstmals gezielt für Schulen und Kindergruppen bereits am Donnerstag stattfinden zu lassen, erwies sich dabei als voller Erfolg.

Schon vor dem Start herrschte großer Andrang

Der Besucheransturm begann bereits vor der offiziellen Eröffnung. Eine lange Warteschlange zog sich vor den Eingang des Arkadenhofs, wo Kinder mit ihren Lehrer:innen, Eltern und Begleitpersonen auf den Beginn des Lesefestes warteten. Kaum öffneten sich die Tore, füllte sich der Innenhof innerhalb kürzester Zeit mit tausenden jungen Besucherinnen und Besuchern.

Den gesamten Vormittag über herrschte reges Treiben. Überall wurde entdeckt, gelesen, gelacht und ausprobiert. Auch am Nachmittag riss das Interesse nicht ab – das Wiener Rathaus blieb bis zum Veranstaltungsende ein Treffpunkt für kleine Bücherfans.

Geschichten, die Kinder mitreißen

Ein Höhepunkt des Tages waren die Lesungen auf der Bühne. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt die Präsentation von „Marie und die Wolke“, dem bislang unveröffentlichten Manuskript von Christine Nöstlinger. Schauspielerin Lilian Klebow schaffte es mit ihrer einfühlsamen Art, die Kinder vom ersten Satz an in ihren Bann zu ziehen.

Ebenso begeistert aufgenommen wurden die Lesungen von Ruth Odehnal mit „Folge der Spur… auf Rettungsmission“, Chris Koch mit „Bina Wiener“, die Erzählungen aus dem „Panchatantra“ sowie Isabella Rummel und Kadisha Belfiore mit „Der Streifentüpfelhai“ und „So allein ist die Koralle“. Immer wieder wurde mitgelacht, mitgefiebert und applaudiert – ein Zeichen dafür, wie lebendig Geschichten werden können.

Ein Rathaus voller Fantasie

Doch nicht nur auf der Bühne war ständig etwas los. Das gesamte Festgelände verwandelte sich in eine bunte Erlebniswelt. Beim Kinderschminken von BIPA entstanden fantasievolle Kunstwerke, am Thalia-Spieltisch wurde gemeinsam gespielt und das beliebte Maskottchen Thalino war einer der gefragtesten Fotopartner des Tages.

An der Buch-Bastel-Station des Kultursommer Wien entstanden mit viel Kreativität kleine selbst gestaltete Bücher. Für staunende Gesichter sorgte außerdem die Zaubershow von Magic World, die das Publikum gleich zweimal mit verblüffenden Tricks begeisterte. Den Abschluss bildete die Verlosung eines begehrten woom-Bikes, das für strahlende Kinderaugen sorgte.

Gratisbücher als perfekter Ferienbeginn

Im Mittelpunkt stand aber einmal mehr das Lesen selbst. Tausende Kinder nutzten die Gelegenheit, sich kostenlos ein Buch für die Sommerferien auszusuchen und damit den Lesesommer zu starten.

Mit seinem vielfältigen Programm, den zahlreichen Mitmachstationen und dem außergewöhnlich großen Besucherandrang hat das 15. Wiener Kinderlesefest eindrucksvoll gezeigt, dass Bücher nichts von ihrer Faszination verloren haben. Im Gegenteil: Wenn Geschichten mit Begeisterung erzählt werden, verwandeln sie selbst einen historischen Arkadenhof in einen Ort voller Fantasie – und sorgen für einen Sommerferienstart, den tausende Kinder so schnell nicht vergessen werden.

INFO:
kinderlesefest.at

Carla Hoffmann
Carla Hoffmann
Redakteurin Vormagazin

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