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Dienstag, April 16, 2024

Die Zukunft des Busverkehrs – Neues Zentrum für E-Mobilität

Die neue E-Busse der Wiener Linien. – ©Stefan Diesner

Bis 2025 werden 60 große Elektrobusse im Netz der Wiener Linien unterwegs sein. Möglich macht dies ein hochmodernes Kompetenzzentrum für E-Mobilität, das vor kurzem im Süden der Stadt eröffnet wurde.

„Wir sehen hier die Zukunft des städtischen Busverkehrs.“ Mit diesen Worten eröffnete Klimaschutzministerin Leonore Gewessler gemeinsam mit Wiens Öffi-Stadtrat Peter Hanke und Gudrun Senk, Geschäftsführerin der Wiener Linien für den technischen Bereich, vor kurzem das neue Kompetenzzentrum für E-Mobilität im Süden Wiens. Das energieeffiziente Gebäude ermöglicht den Betrieb der E-Busflotte, die die Wiener Linien in den kommenden Jahren massiv ausbauen.

Öffi-Stadtrat Peter Hanke, Klimaschutz­ministerin Leonore Gewessler und Wiener Linien-Geschäftsführerin für den ­technischen Bereich Gudrun Senk (v. l.  n. r.) bei der ­Eröffnung des E-Kompetenzzentrums in Siebenhirten. – ©Stefan Diesner
Öffi-Stadtrat Peter Hanke, Klimaschutz­ministerin Leonore Gewessler und Wiener Linien-Geschäftsführerin für den ­technischen Bereich Gudrun Senk (v. l.  n. r.) bei der ­Eröffnung des E-Kompetenzzentrums in Siebenhirten. – ©Stefan Diesner

Emissionsfrei

Bereits seit Jahren fahren in der Wiener Innenstadt auf den Linien 2A und 3A kleinere elektrische Busse. Ab sofort sind auf den Linien 71A und 71B zwölf Meter lange, batteriebetriebene Fahrzeuge unterwegs, ab April werden E-Busse auch auf den Linien 61A und 61B eingesetzt. Bis zum Jahr 2025 sorgen 60 E- sowie zehn Wasserstoffbusse dafür, dass die Menge an Emissionen in Wien weiter reduziert wird – ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität. Die Busse stoßen nicht nur kein CO2 aus, sie sind auch deutlich leiser unterwegs als Busse mit Verbrennungsmotoren.

Überschüssiger Strom wird automatisch ins Wiener Linien-Netz geleitet, in der Nacht zur Ladung benötigter Strom aus dem Öffi-Netz gespeist. – ©Stefan Diesner
Überschüssiger Strom wird automatisch ins Wiener Linien-Netz geleitet, in der Nacht zur Ladung benötigter Strom aus dem Öffi-Netz gespeist. – ©Stefan Diesner

Zukunftsweisend

Mit der Anschaffung der Fahrzeuge ist es freilich nicht getan. Es braucht auch eine entsprechende Infrastruktur, um die Busse aufzuladen, zu warten und zu reparieren. Aus diesem Grund haben die Wiener Linien einen ehemaligen Busabstellplatz in Siebenhirten zu einem hochmodernen E-Kompetenzzentrum umgebaut. Es bietet Platz für 60 E-Busse und wurde energieeffizient sowie in ökologischer Bauweise unter anderem mit Holz errichtet. Eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern liefert Strom für die Betriebsgebäude sowie zur Ladung der Busse. Überschüssiger Strom wird ins Wiener Linien-Netz geleitet, in der Nacht zur Ladung benötigter Strom aus dem Öffi-Netz gespeist. Die Abwärme der Ladegeräte wird für das Beheizen der Aufenthaltsräume und der Werkstätten verwendet. Die begrünten Dächer und Seitenwände wirken kühlend, speichern Regenwasser und filtern zudem Schadstoffe aus der Luft. Das Kompetenzzentrum für E-Mobilität wurde mit dem höchsten österreichischen Qualitätszeichen für nachhaltige Wohn- und Dienstleistungsgebäude ausgezeichnet, dem klimaaktiv-Standard in Gold.


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