Mit 127 Metern Länge und 1.300 Tonnen ist die Tunnelvortriebsmaschine ein echtes Schwergewicht. | ©Tobias Holzer
Die Tunnelvortriebsmaschine der Wiener Linien gräbt den neuen U2-Tunnel zwischen Matzleinsdorfer Platz und dem Augustinplatz in Neubau. Nun hat sie die Pilgramgasse erreicht.
Beim Öffi-Ausbau U2xU5 geht es voran: Die auf den Namen „Debohra“ getaufte Tunnelvortriebsmaschine ist vor kurzem bei der künftigen U2xU4-Station Pilgramgasse angekommen und auch die Reparaturarbeiten der Wienfluss-Sohle aufgrund des vergangenen Hochwassers wurden im Bereich der Baustelle erfolgreich abgeschlossen. Auf ihrem Weg vom Matzleinsdorfer Platz bis zur Pilgramgasse hat „Debohra“ bereits 935 Meter neuen U2-Tunnel gegraben. Pro Tag schafft sie im Durchschnitt rund zehn Tunnelmeter.

Aushub
Die TVM beeindruckt mit 127 Metern Länge und 1.300 Tonnen Gewicht. Ausgestattet mit einem Schneidrad von rund sieben Metern Durchmesser hat sie bis zur künftigen U2-Station Pilgramgasse bereits rund 4.200 Tübbinge verbaut. Das sind jene Betonring-Segmente, aus denen die Außenschale der Tunnelröhre besteht. Sechs Tübbinge kreisförmig angeordnet ergeben einen Tübbing-Ring – 700 Ringe sind bereits geschafft. Der Aushub wird zentral über den Schacht am Matzleinsdorfer Platz abtransportiert. Die unterirdische Bauweise reduziert die Auswirkungen an der Oberfläche und spart innerstädtisch 20.000 Lkw-Fahrten ein.

Ausblick
Bevor „Debohra“ wieder ihre Fahrt aufnimmt, wird sie gründlich überprüft. Nach dem Notausstieg Kaunitzgasse im sechsten Bezirk folgt als Nächstes die künftige U2xU3-Station Neubaugasse und anschließend der Notausstieg beim Augustinplatz im siebten Bezirk. Von dort wird sie wieder zum Matzleinsdorfer Platz transportiert, um den zweiten U2-Tunnel zu graben. Nach getaner Arbeit wird die TVM zwei U2-Streckenröhren fertiggestellt und die vier neuen Öffi-Stationen, U2xS Matzleinsdorfer Platz, U2 Reinprechtsdorfer Straße, U2xU4 Pilgramgasse und U2xU3 Neubaugasse, miteinander verbunden haben.