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Sonntag, Oktober 2, 2022

Erinnerung eines „Andersartigen“

Am 9. Mai 2017 feiert mit „Orgie" von Pier Paolo Pasolini eine Eigenproduktion des Theaters Nestroyhof-Hamakom Premiere. Regie führt Ingrid Lang, deren Regiedebüt von Caryl Churchills „In Weiter Ferne“ 2016 für den Nestroypreis nominiert wurde. Auf der Bühne stehen Jakob Schneider, Johanna Wolff und Mina Pecik.

„Orgie" (1966) ist eines von sechs Theaterstücken des Filmemachers, Poeten, Journalisten, Zeichners und Intellektuellen Pier Paolo Pasolini, der im Alter von 53 Jahren ermordet wurde. Der Mord an ihm wurde nie aufgeklärt. Seine Schriften, sein kritisches Denken, seine Filme, seine unermüdliche Suche nach Wirklichkeit galten als ebenso skandalös wie seine Homosexualität.

Anhand der nachtodlichen Erinnerung eines „andersartigen“ Mannes beschreibt „Orgie" das Dilemma von Menschen, die nicht den Normvorstellungen einer Gesellschaft entsprechen. Da mit steigendem politischen Rechtsruck der vergangenen Jahre die Verschärfung von normativen Regeln einhergeht, erweckt es den Eindruck, das Stück prophezeie uns die nahe Zukunft. Die Aufführung ist bis 24.5. zu sehen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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