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Freitag, Februar 27, 2026

Ernst Fuchs und das künstlerische Schaffen seiner Söhne

Beitragsbild: Otto Wagner Villa mit Ernst Fuchs Museum. | ©iStock by Getty Imges

Von 5. März bis 8. April 2026 lädt das Ernst Fuchs Museum in der Hüttelbergstraße 26 zur besonderen Ausstellung „Erbe und Eigenständigkeit“ nach Penzing. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur einer der bedeutendsten Vertreter des Phantastischen Realismus, sondern vor allem der künstlerische Dialog mit seinen drei Söhnen. Die feierliche Vernissage findet am 5. März um 18 Uhr in den historischen Räumlichkeiten der Otto-Wagner-Villa statt.

Die Ausstellung versteht sich als Dialog zwischen Generationen – weniger biografisch erzählt, sondern über die Werke selbst geführt. Beleuchtet werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Nähe und Distanz sowie bewusste Bezugnahmen und klare Abgrenzungen.

So entsteht ein spannendes Spannungsfeld zwischen Tradition und individueller Handschrift – ein künstlerisches Gespräch, das über Jahrzehnte hinweg geführt wurde und bis heute nachhallt.

Elias Fuchs: Zwischen Figuration und Abstraktion

Elias Fuchs (1948–2006) bewegte sich in seiner Malerei an der Grenze zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Seine Werke können als abstrahierende Weiterentwicklung der Themenwelt des Phantastischen Realismus gelesen werden.

Seine beinahe gegenstandslose Bildsprache zeigt einen sensiblen Balanceakt: Formen lösen sich auf, verdichten sich wieder, werden zu atmosphärischen Kompositionen. Das familiäre Erbe ist spürbar – und doch klar transformiert in eine eigene künstlerische Handschrift.

Daniel Friedemann Fuchs: Klassik und Surrealismus

Daniel Friedemann Fuchs, geboren 1950 in Wien, studierte Malerei in München und Wien und ist bis heute als freischaffender Künstler tätig. Sein Werk umfasst Porträts, Akte und Landschaften.

In der Tradition klassischer Malerei verwurzelt, greift er zugleich surreale Anregungen auf. Reisen nach Nordamerika und Mexiko sowie intensive Studien der Meister der Renaissance und des Barock prägen sein Schaffen. Seine Bilder verbinden technische Präzision mit symbolischer Tiefe.

Michael Fuchs: Alte Meister, zeitgenössisch gedacht

Michael Fuchs, 1952 in Paris geboren, ist Maler, Grafiker und Architekt und lebt heute in Klosterneuburg. Nach seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien entwickelte er eine Bildsprache, die klassische Maltechniken mit zeitgenössischem Ausdruck vereint.

Besonders in der Porträtkunst zeigt sich seine Nähe zur Tradition der Alten Meister – sorgfältig komponiert, handwerklich virtuos und zugleich mit moderner Sensibilität interpretiert.

Begegnung von Tradition und Individualität

„Erbe und Eigenständigkeit“ macht deutlich: Kunst kann verbinden – und gleichzeitig Freiraum für individuelle Wege schaffen. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, diesen vielschichtigen Dialog im einzigartigen Ambiente des Ernst Fuchs Museums selbst zu entdecken.

Um Anmeldung wird gebeten, per Mail an info@ernstfuchsmuseum.at.

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