Kaiserebersdorfer Kirtag: Simmering weiß, wie man feiert

Gemeinsam auf einen gelungenen Kirtag: Bezirksvorsteher Thomas Steinhart, Nationalratsabgeordneter Heinrich Himmer und Wiesn Kaiser Johann Pittermann der I. stießen mit dem Team des Kaiserebersdorfer Kirtags auf drei Tage voller Musik, guter Stimmung und Simmeringer Lebensfreude an. © echo medienhaus

Drei Tage Live-Musik, Fahrgeschäfte, Frühschoppen und natürlich der traditionelle Bieranstich: Der Kaiserebersdorfer Kirtag ist zurück. Zum Auftakt trafen sich Bezirksvertreter, Stammgäste und Feierfreudige in Simmering – und zeigten ziemlich schnell, warum der Kirtag für viele weit mehr ist als nur ein Volksfest.

Mit dem Bieranstich ist der Kirtag eröffnet

Ein Kirtag in Kaiserebersdorf beginnt nicht leise. Gemeinsam mit Wiesn Kaiser Johann Pittermann dem I. griff Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) zum Schlägel und eröffnete das Fest traditionell mit dem Bieranstich.

Ein Fest, bei dem man einander kennenelernt

Für Steinhart hat der Kaiserebersdorfer Kirtag vor allem eine gesellschaftliche Bedeutung. Solche Veranstaltungen seien wichtig, weil hier das Leben im Bezirk unmittelbar spürbar werde und Begegnungen möglich seien, für die im Alltag oft wenig Raum bleibt. „Ich bin hier in Kaiserebersdorf aufgewachsen. Da trifft man vom Fußballverein bis zur früheren Lehrerin und zu ehemaligen Schulkameraden viele Menschen wieder. Das freut mich ganz besonders.“, so Bezirksvorsteher Thomas Steinhart. Für einen Bezirk wie Simmering ist genau das ein wesentlicher Teil des Kirtags: Man kommt nicht nur wegen Musik, Bier und Fahrgeschäften. Man kommt, weil man Bekannte trifft, miteinander redet und vielleicht auch erfährt, was sich im Grätzl gerade tut.

„Der Kirtag gehört einfach zu Simmering“

Auch Nationalratsabgeordneter Heinrich Himmer sieht darin die besondere Qualität der Veranstaltung. Für ihn gehört der Kirtag zum Simmeringer Sommer wie kaum ein anderes Fest. Hier kämen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen – und genau diese Mischung mache Wien aus. „Der Kirtag gehört einfach zu Simmering und zum Sommer dazu. Man sieht: Die Leute haben Spaß, hier gibt es für alle etwas zu erleben.“ so Heinrich Himmer.

Für ihn als Politiker seien Veranstaltungen wie diese zugleich eine Gelegenheit, direkt mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Himmer lebt selbst in Simmering und betont, dass Politik nicht nur in Sitzungen stattfinden könne: Es gehe darum, Freude miteinander zu teilen, Sorgen zu hören und mitzunehmen, was die Menschen beschäftigt – etwa den Wunsch nach einem sicheren, gerechten und leistbaren Leben.

Drei Tage, eine Bühne, viel Musik

Musikalisch ging es beim Kaiserebersdorfer Kirtag von Beginn an zur Sache. Bereits am Freitag sorgten die Partyhirschen für ausgelassene Stimmung und einen schwungvollen Start ins Wochenende. Für Familien begann das Programm schon ab 15 Uhr mit einem eigenen Kinderprogramm und ermäßigten Preisen bei den Fahrgeschäften. Am Samstag wurde das Festzelt endgültig zum Stimmungsmittelpunkt. Wiener Wahnsinn und Sumawind brachten das Publikum in Feierlaune und sorgten für ein volles, bestens gelauntes Zelt. Am Sonntag ging es beim traditionellen Frühschoppen mit dem Hans Ecker Trio weiter, bevor Manuel Eberhardt ab 16 Uhr mit einer Schlagerparty das musikalische Finale einläutete.

Über alle drei Tage zeigte sich dabei, was den Kirtag ausmacht: unterschiedliche Generationen, die gemeinsam feiern, gute Musik und eine entspannte Atmosphäre. Zwischen Fahrgeschäften, Festzelt und Frühschoppen wurde geplaudert, getanzt und angestoßen.

Der Wiesn Kaiser Johann I. und die Simmeringer

Einer, der die Feierqualitäten des Bezirks bestens kennt, ist Johann Pittermann der I. Der Wiesn Kaiser blickt bereits in Richtung Wiener Kaiser Wiesn – und weiß aus Erfahrung, dass auf das Simmeringer Publikum Verlass ist.

„Die Simmeringer wissen ganz besonders gut, wie man feiert. Sie sind bei uns immer sehr, sehr stark vertreten.“

-– Wiesn Kaiser Johann I.

Für Pittermann haben Feste wie der Kirtag deshalb auch etwas Verbindendes. Menschen aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und dem Grätzl stehen hier nebeneinander – nicht als Funktionen, sondern als Besucher*innen eines gemeinsamen Festes. „Das bringt uns zusammen“, sagt er. Und nach erfolgreichem Bieranstich konnte sich der Wiesn Kaiser auch gleich von einem weiteren wichtigen Qualitätskriterium überzeugen. Sein Urteil fiel denkbar knapp aus: „Das Bier ist echt gut.“

Carla Hoffmann
Carla Hoffmann
Redakteurin Vormagazin

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