Schulstart bringt Neuerungen bei Öffis

Beitragsbild: Neues bringt nicht nur der Schulbegin für viele „Taferlklassler“ in Wien. Auch auf Öffi-Fahrgäste warten dichtere Taktungen und geänderte Streckenführungen bei Bim, Bus und U-Bahn.© KI generiert

Zum Schulbeginn verdichten die Wiener Linien ihre Intervalle, die Linie 18 fährt bis zum Stadion und City-Busse rollen auf neuen Routen.

Wer jetzt mit den Öffis durch Wien fährt, freut sich über ein dichteres Netz. Das neue Schuljahr bringt mehrere Neuerungen bei den Öffis, von zusätzlichen Strecken über kürzere Intervalle bis zur umbenannten Haltestelle in der City.

LINIE 18 & NEUE BUSSTRECKEN

Pünktlich zum Schulbeginn erreicht die Straßenbahn-Linie 18 auf 3,1 neuen Kilometern durch den Prater erstmals die U2-Station Stadion. Im 6-Minuten-Takt verbindet sie die U6-Station Burggasse-Stadthalle mit den Stationen Westbahnhof, Hauptbahnhof, St. Marx und der U3-Station Schlachthausgasse und wird damit zur wichtigen Ost-West-Verkehrsader mit Anschluss an fünf U-Bahn-Linien sowie an den Regional- und Fernverkehr. Stadtentwicklungsgebiete wie das Viertel Zwei und der künftige Fernbus-Terminal rücken damit näher an die Innenstadt. Während der S-Bahn-Stammstrecken-Sperre ist die Linie 18 eine Ausweichroute im Osten Wiens. Mit dem 18er verändert sich auch das Busnetz rund um Stadion, Schlachthausgasse und Neu Marx. Der 77A übernimmt ab der Schlachthausgasse die frühere Route des 80A und verkehrt künftig sieben Tage die Woche von rund fünf Uhr früh bis Mitternacht. Zwischen Lusthaus und Stadion sorgt die neue Linie 78A für Anbindung, während der 80A zwischen Praterstern und Schlachthausgasse enger getaktet fährt.

FÜHRUNGSÄNDERUNG BEI CITYBUSSEN

Seit 7. September sind in der City die Bus-Linien 2A, 3A und 57A auf neuen Routen unterwegs und trennen sich bewusst von den Fiakerstrecken, damit der Linienverkehr nicht mehr ausgebremst wird. Die Linie 2A fährt über die Innenstadt hinaus bis zum Karmelitermarkt und Augarten und bringt Fahrgäste direkt vom Zentrum ins grüne Naherholungsgebiet. Die Linie 3A übernimmt Teile der 2A-Route und endet künftig bei der Oper. Der 57A folgt 2027 mit einer eigenen Verlängerung bis zur Oper.

S-BAHN-STAMMSTRECKEN-SPERRE

Ein wichtiger Faktor ist die Sicherung der öffentlichen Verkehrsanbindung für Fahrgäste während der Sperre der S-Bahn-Stammstrecke. ÖBB, Wiener Linien und das Institut für Raumplanung haben dafür ein Ersatzkonzept geschnürt, mit Umleitungen, Zusatzverbindungen und Fahrgastlenkung vor Ort. Als zentrale Ausweichroute wurde die Linie O beschleunigt, etwa durch ein neues Ampelprogramm am Landstraßer Gürtel sowie ein Parkverbot in der Ungargasse, das Rückstaus verhindert und bislang verlorene Minuten pro Fahrt einspart. Die Linie O fährt mit Langfahrzeugen im 5-Minuten-Takt.

SCHNELLER UNTERWEGS

Auch sonst verdichten sich die Intervalle in Spitzenzeiten: Die U1 fährt alle 2 Minuten und 20 Sekunden, die U2 alle 3 Minuten und 20 Sekunden, die U4 alle 3 Minuten bis 3 Minuten und 20 Sekunden und die U6 alle 2 Minuten und 40 Sekunden, ergänzt durch einen Reservezug in der Morgenspitze. Die Linie 62 wird bis zum Quartier Belvedere hin auf einen 7,5-Minuten-Takt verdichtet. Wer in Währing unterwegs ist, wartet nun kürzer auf die nächste Bim: Die Linie 40 fährt werktags tagsüber alle 7,5 Minuten, in der Stoßzeit im 6-Minuten-Takt. Die Linie 41 kommt zur Stoßzeit alle vier bis fünf Minuten, tagsüber alle sechs bis 7,5 Minuten.

UMBENENNUNG

Und noch eine Änderung für Ortskundige: Die Haltestelle „Ring, Volkstheater“ heißt nun „Parlament, U Volkstheater“. Der Halt beim Parlament wurde aufgelassen, da er die Ringlinien 1, 2, 71 und D bremste und Fahrgäste bis zu zwei Minuten Zeit kostete. Die Nachbarhaltestellen liegen nur rund 200 Meter entfernt und sind stärker frequentiert. So bleibt das Parlament sichtbar im Liniennetz verankert.

Michaela Görlich
Michaela Görlich
Chefredaktion

Latest Posts

Erstellt am:
Anzeige

Für den vormagazin-Newsletter anmelden – Bleib mit uns in Bewegung

Neueste Beiträge