Beitragsbild: © VOR Geschäftsführung Karin Zipperer und Alexander Schierhuber / feelimage
Bus und Bahn gewinnen in der Ostregion weiter an Bedeutung: Mehr als 100.000 Jahreskarten sind mittlerweile im Verkehrsverbund Ost-Region im Umlauf. Besonders deutlich wächst die Nachfrage nach dem KlimaTicket MetropolRegion, das Fahrgäste über die Grenzen von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland hinweg mobil macht.
Mehr als 100.000 Jahreskarten
Die Öffis in der Ostregion legen zu. Der Verkehrsverbund Ost-Region (kurz VOR) zieht für das erste Halbjahr 2026 eine positive Bilanz: Mit Stichtag 30. Juni waren insgesamt 104.211 Jahreskarten im Umlauf. Damit wurde erstmals die Marke von 100.000 aktiven Jahreskarten überschritten.
Den größten Anteil daran haben die VOR KlimaTickets. Insgesamt 92.094 KlimaTickets Region und MetropolRegion waren Ende Juni im Umlauf. Verglichen mit Ende 2025 bedeutet das ein Plus von 6.536 Tickets beziehungsweise 7,6 Prozent innerhalb von nur sechs Monaten. Hinzu kommen 12.117 klassische VOR Strecken-Jahreskarten.
Besonders gefragt: über die Landesgrenzen hinweg
Besonders stark wächst die Nachfrage nach dem VOR KlimaTicket MetropolRegion: Innerhalb von sechs Monaten stieg die Zahl der Tickets um 9,7 Prozent auf 66.009, während das KlimaTicket Region um 2,8 Prozent auf 26.085 Tickets zulegte. Noch deutlicher zeigt sich der Trend im Jahresvergleich: Insgesamt waren Ende Juni 2026 bereits 92.094 VOR KlimaTickets im Umlauf – 27,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das KlimaTicket MetropolRegion verzeichnete dabei sogar ein Plus von 34,3 Prozent. Die Entwicklung zeigt vor allem, wie wichtig unkomplizierte Mobilität über Bundesländergrenzen hinweg geworden ist. Gerade für Pendler zwischen Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gewinnt ein gemeinsames Tarifsystem zunehmend an Bedeutung.

Mobilität als Standortfrage
Hinter den steigenden Ticketzahlen steht eine größere Frage: Wie bewegen sich Menschen in einer Region, in der Wohnort, Arbeitsplatz und Freizeit längst nicht mehr zwangsläufig im selben Bundesland liegen? Wiens Vizebürgermeisterin Barbara Novak sieht den öffentlichen Verkehr nicht nur als Instrument der Klimapolitik, sondern als wesentlichen Faktor für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort. Planbare, leistbare und bundesländerübergreifende Mobilität werde für immer mehr Menschen entscheidend.
„Öffentlicher Verkehr ist weit mehr als Klimapolitik. Er ist eine zentrale Voraussetzung für einen starken Wirtschafts- und Arbeitsstandort“
– Barbara Novak
Niederösterreichs Verkehrslandesrat Udo Landbauer verweist wiederum auf Investitionen in Bahn- und Busangebote sowie regionale Mobilitätslösungen. Ziel sei es, den öffentlichen Verkehr sowohl in Ballungszentren als auch im ländlichen Raum attraktiver zu machen. Im Burgenland setzt man zusätzlich auf die Verknüpfung unterschiedlicher Angebote. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner nennt etwa das burgenländische Anrufsammeltaxi BAST, das gemeinsam mit Bahn und Bus Teil eines multimodalen Mobilitätsangebots sein soll.
Drei Bundesländer, ein Verkehrsraum
Der VOR verbindet Wien, Niederösterreich und das Burgenland in einem gemeinsamen Tarifsystem. Gerade diese Zusammenarbeit sehen auch die beiden VOR-Geschäftsführer Karin Zipperer und Alexander Schierhuber als Grundlage für das aktuelle Wachstum. Dass mittlerweile mehr als 92.000 KlimaTickets und insgesamt über 104.000 Jahreskarten im Umlauf sind, ist dabei mehr als eine runde Zahl für die Statistik. Es zeigt vor allem, dass die Ostregion im Alltag immer stärker als ein gemeinsamer Mobilitätsraum funktioniert – und für viele Menschen der Weg über die Bundesländergrenze längst Routine ist.



