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Wien
Donnerstag, Dezember 1, 2022

Kühlendes Grün gegen Hitzeinseln

Im Kampf gegen Hitzeinseln setzt die Stadt Wien auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket. Nun wurde ein Pilotversuch mit begrünten Wartehäuschen gestartet.

„Die Wiener Stadtgärten waren hier erneut innovativ. Gemeinsam mit den Wiener Linien und Gewista haben sie ein System entwickelt und umgesetzt, das mit schnellwüchsigen Pflanzen ein dichtes Blätterdach bildet. Damit wird das Wartehäuschen beschattet und die Umgebungstemperatur gesenkt. Zudem ist die Begrünung eine optische Aufwertung für die Umgebung“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima bei der Präsentation des Prototypen am Franz Josefs Kai.

Kühlendes Blätterdach

Konkret werden je zwei Stück 120 cm breite und 60 cm hohe Pflanztröge an der Rückseite der Wartehäuschen aufgestellt, die den Pflanzen ausreichend Lebensraum bieten und mit einem Wasserspeicher ausgestattet sind. Sie werden mit rund fünf Meter langen Parthenocissus tricuspidata 'Veitchii' – auf Deutsch „Mauerkatze“ – bepflanzt.

„Die Besonderheit ist, dass hier nicht nur die Vertikale begrünt wird, sondern sich die schnellwüchsigen Pflanzen aufs Dach legen und mit ihren großen, glänzenden Blättern in kurzer Zeit ein kühlendes Blätterdach bilden“, erklärt Joachim Chen, Stv. Leiter der Wiener Stadtgärten. Nach dem Sommer erfreut dann die rote Herbstfärbung der Pflanzen das Auge der Öffi-Nutzer. Die Pflege der begrünten Wartehäuschen aus dem Pilotversuch übernehmen die Wiener Stadtgärten.

Zu Beginn werden fünf Wartehäuschen begrünt. Weitere Standorte sind am Julius-Raab-Platz gegenüber der Urania, am Parkring 12 A, der Vorgartenstraße bei U-Bahn-Station-Krieau, am Universitätsring Ecke Stadiongasse geplant. Das Pilotprojekt wird ein Jahr lang evaluiert.

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