Beitragsbild: Seit 2018 begeistert Titova mit dieser besonderen Form der Sandmalerei ihr Publikum. Nach ihrer erfolgreichen Reise „In 80 Bildern um die Welt“ widmet sie sich 2026 einem Thema, das wie geschaffen ist für ihre flüchtige Kunst: dem Kino und seinen unvergesslichen Bildern. © Queen of Sand
Ein bisschen Sand, eine beleuchtete Glasscheibe und zwei Hände, die daraus ganze Filmwelten entstehen lassen: Am 10. Oktober 2026 feiert Irina Titova alias „Queen of Sand“ mit ihrer neuen Show „Es war einmal in Hollywood – Die fabelhafte Welt des Films“ Österreich-Premiere im Wiener Konzerthaus. Eine Reise durch die Filmgeschichte, bei der große Hollywood-Momente für wenige Augenblicke aus Sand entstehen – und genau darin liegt ihr Zauber.
Hollywood, Körnchen für Körnchen
Irina Titova braucht keine große Kulisse. Ihr Material könnte schlichter kaum sein: Sand. Mit beeindruckender Geschwindigkeit und Präzision lässt die Künstlerin auf einer von unten beleuchteten Glasscheibe Figuren, Landschaften und ganze Szenen entstehen. Eine Kamera überträgt die Bilder live auf die Leinwand – und noch während man versucht, jedes Detail zu erfassen, verwandelt sich das Motiv bereits in das nächste.
Kino für Augen und Ohren
Zur Sandkunst kommt eine ebenso filmreife Klangkulisse. Als Erzähler führt der deutsche Schauspieler Sky Du Mont mit seiner unverwechselbaren Stimme durch den Abend. Dazu erklingen Melodien großer Hollywood-Komponisten wie Hans Zimmer, John Williams, Alan Silvestri, Klaus Badelt und Giorgio Moroder.
Regie und Buch stammen von Katrin Edtmeier, die bereits bei „80 Bildern um die Welt“ mit Titova zusammenarbeitete. Gemeinsam machen sie aus Sandmalerei mehr als eine Abfolge beeindruckender Bilder: Die Show wird zu einer Geschichte über Erinnerungen, Fantasie und die besondere Kraft des Kinos.
Einmal quer durch Hollywood
„Die fabelhafte Welt des Films“ folgt einem jungen Mann auf einer fantastischen Reise durch die Traumfabrik. Dabei begegnet er einigen der bekanntesten Figuren und Szenen der Filmgeschichte. Er trifft E.T. und dessen Sehnsucht nach Zuhause, fliegt mit Glücksdrache Fuchur aus der „Unendlichen Geschichte“ über die Weltmeere und steigt mit Marty McFly und Doc Brown in den DeLorean, um „Zurück in die Zukunft“ zu reisen. Auch „Casablanca“ bekommt seinen großen Moment, bevor es weiter zur berühmten Parkbank von Forrest Gump geht. Und wer weiß: Vielleicht wartet am Ende sogar die große Liebe – inklusive Wassermelone und einer kleinen Hommage an „Dirty Dancing“. Die einzelnen Motive stehen dabei nicht isoliert nebeneinander. Sie gehen fließend ineinander über, werden mit wenigen Handbewegungen verändert, verschwinden und entstehen neu. Ganz nebenbei erzählt die Show auch von der Geschichte Hollywoods und davon, warum manche Filmbilder über Generationen hinweg im kollektiven Gedächtnis bleiben.
Die Kunst des Augenblicks
Gerade weil Irina Titovas Bilder nicht bleiben, wirken sie so intensiv. Kein Motiv lässt sich festhalten, jedes existiert nur für einen kurzen Moment, bevor es dem nächsten Platz macht. Das passt erstaunlich gut zum Kino: Auch dort sind es oft einzelne Szenen, Melodien oder Sätze, die Jahrzehnte später noch Erinnerungen auslösen. Forrest Gumps berühmte Schachtel Pralinen liefert dafür gleich die passende Metapher. Auch bei der „Queen of Sand“ weiß man nie genau, was als Nächstes kommt. Nur eines ist sicher: Stillstand gibt es in dieser Welt aus Sand nicht.
Österreich-Premiere im Wiener Konzerthaus
Am 10. Oktober 2026 um 19.30 Uhr ist „Queen of Sand – Es war einmal in Hollywood“ erstmals in Österreich zu erleben. Schauplatz der Premiere ist das Wiener Konzerthaus. Danach macht die Tour auch in Leonding und Tulln Station.
Termine:
10. Oktober 2026, 19.30 Uhr – Wiener Konzerthaus, Wien
10. November 2026, 19.30 Uhr – Doppel:Punkt, Leonding
5. Dezember 2026, 19.30 Uhr – Danubium, Tulln an der Donau
TICKETS UNTER:
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