Schwitzen im Takt: Warum SuperCycle so viele Menschen begeistert

Beitragsbild: © Sigrid Mayer / SuperCycle

Beats, Schweiß und echtes Community-Feeling: Beim exklusiven vormagazin-Community Ride bei SuperCycle trafen Power-Music und Teamspirit aufeinander — wir verlosen 2×2 Tickets für das nächste Event.

Licht, treibende Beats und ein Raum voller Menschen, die im gleichen Takt verschmelzen. Beim vormagazin-Community Ride, organisiert von echo event, trafen wir Gründerinnen Rhana Loudon und Olivia Hromatka, die uns Einblicke in ihre Vision für modernes, freudbetontes Indoor Cycling gaben. Im Gespräch erzählten sie von den Anfängen ihres Boutique-Fitnesskonzepts, den unternehmerischen Hürden und warum Musik und Zusammenhalt für nachhaltige Motivation unverzichtbar sind. Wer das selbst erleben will: Wir verlosen 2×2 Tickets für den nächsten Ride. Viel Erfolg!

Alle Fragen des Long Read im Überblick:

vormagazin: Wien ist vor allem für klassische Musik bekannt. Ihr arbeitet dagegen viel mit Bass, Beats und Club-Vibes. Wie wichtig ist die Musikauswahl, um die Wiener:innen auch einmal aus ihrer Komfortzone zu holen und ihnen etwas Neues zu zeigen?

Rhana: Musik ist beim Sport unglaublich wichtig. Wir haben schon sehr früh beschlossen, ganz unterschiedliche Musikstile zuzulassen, weil gute Musik für jede Person etwas anderes bedeutet. Ich finde, jede und jeder sollte eine SuperCycle-Class finden, bei der die Musik perfekt passt, damit man loslassen, mitsingen und einfach Spaß haben kann. Deshalb spielt Musik für uns eine zentrale Rolle.

Ihr habt offensichtlich eine große Leidenschaft für Sport. Gab es bei dir einen Schlüsselmoment, an dem ihr beschlossen habt, daraus auch beruflich etwas zu machen?

Rhana Loudon: Ja, dieses Gefühl hatte ich schon vor der Gründung. Und es wächst eigentlich ständig weiter. Es war kein einmaliger Moment, sondern ich spüre diese Begeisterung jedes Mal, wenn ich unterrichte. Es macht mir riesige Freude, diese Energie an unsere Kundinnen und Kunden weiterzugeben – und ich hoffe, dass man das auch in den Classes merkt.

Zwei Freundinnen, eine Idee – gab es am Anfang besondere Hürden oder schwierige Entscheidungen?

Olivia Hromatka: Nicht nur am Anfang. Es gibt ständig Herausforderungen. Wir sind beide Machertypen und haben einfach losgelegt. Natürlich haben wir uns Gedanken über das Konzept gemacht und darüber, was wir erreichen wollen, aber die Hürden hören nie auf. Wichtig ist, dranzubleiben.

Welchen Tipp würdet ihr Menschen geben, die in Wien ein Unternehmen gründen möchten?

Olivia Hromatka: Es gibt inzwischen gute Gründerprogramme und viele Möglichkeiten, sich zu informieren. Trotzdem sollte man seine Idee realistisch einschätzen und sich überlegen, ob sie wirtschaftlich tragfähig ist. Außerdem ist es hilfreich, finanzielle Reserven zu haben, um insbesondere das erste Jahr überbrücken zu können.

Ihr zwei seid Freundinnen und habt aus eurer gemeinsamen Leidenschaft ein sehr erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Wie wurde aus der Idee Realität und was habt ihr über das Gründen in Wien gelernt?

Rhana Loudon: Wir haben sehr früh erkannt, dass wir uns mit unseren Fähigkeiten hervorragend ergänzen. Das ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren: mit jemandem zusammenzuarbeiten, dem man vertraut und der andere Stärken mitbringt als man selbst. So deckt man gemeinsam viel mehr ab.

Ein Unternehmen in Wien aufzubauen, ist nicht unbedingt einfach. Es gibt viele Hürden und wir haben in den vergangenen Jahren viele Höhen und Tiefen erlebt. In solchen Momenten ist Vertrauen entscheidend. Jede Herausforderung macht einen widerstandsfähiger und man lernt daraus – aber man braucht definitiv Mut.

© Sigrid Mayer / SuperCycle

Gemeinsam für mehr Bewegung.

Rhana und Olivia stehen hinter der Vision von SuperCycle. Mit Leidenschaft, Innovationsgeist und einem klaren Fokus auf Gemeinschaft haben sie eines der erfolgreichsten Boutique-Fitnesskonzepte Wiens aufgebaut.

Ihr habt SuperCycle zu einer der führenden Indoor-Cycling-Marken gemacht. Wie kam es eigentlich zu dieser Idee?

Olivia Hromatka: Mittlerweile gibt es uns schon seit zehn Jahren, deshalb liegt die Idee schon etwas zurück. Meine Mitgründerin und ich wollten etwas schaffen, das Menschen Spaß macht und sie mit Freude in Bewegung bringt. Daraus hat sich alles entwickelt, und ich glaube, innerhalb von drei Monaten hatten wir bereits unser erstes Studio eröffnet.

Wie motiviert ihr euch gegenseitig, wenn eine von euch einmal einen Durchhänger hat?

Olivia Hromatka: Wir sind ein sehr gutes Team und kennen uns schon lange. Ich sage oft, es ist fast wie eine Ehe. Wir haben viele Höhen und Tiefen gemeinsam erlebt und wenden manchmal das Prinzip von „Good Cop, Bad Cop“ an: Wenn eine sich zu viele Sorgen macht, hilft die andere dabei, wieder optimistischer nach vorne zu schauen.

Sport scheint für euch auch ein Ausgleich zum beruflichen Stress zu sein. Was hilft euch persönlich dabei, im Moment anzukommen und den Kopf freizubekommen?

Rhana Loudon: Für mich ist Sport die verlässlichste Methode, mental zur Ruhe zu kommen. Mein Kopf arbeitet ständig, deshalb hilft mir Bewegung sehr. Zusätzlich haben wir mit „Super Joy“ ein Workout entwickelt, das Breathwork, somatische Bewegung und Release-Elemente kombiniert. Das verstärkt diesen Effekt noch.

Mit klassischen ruhigen Workouts komme ich persönlich allerdings nicht so gut zurecht. Ich liebe Tanzen und Musik – deshalb funktioniert diese Art von Bewegung für mich am besten.

Für viele Menschen ist Sport eher Pflicht als Vergnügen. Was würdet ihr ihnen sagen?

Olivia Hromatka: Das Wichtigste ist, dass Sport Spaß macht. Wenn man keine Freude daran hat, wird man langfristig nicht dabeibleiben. Man kann sich vielleicht kurzfristig überwinden, aber auf Dauer funktioniert das nicht. Deshalb sollte jede Person etwas finden, das ihr wirklich Freude bereitet.

Viele eurer Kurse sind ziemlich fordernd. Wie schafft ihr es, dass sie trotzdem Spaß machen?

Rhana Loudon: Das ist genau der Schlüssel. Die Choreografie muss zur Musik passen, die Trainer:innen müssen eine gute Atmosphäre schaffen und verstehen, was die Menschen im Raum gerade brauchen. Gerade am Anfang fällt das Unterrichten schwer, weil man lernen muss, wie Songs aufgebaut sind und wie sie auf die Gruppe wirken. Mit Erfahrung wird man darin immer besser.

Wenn es gelingt, jemandem Freude an Bewegung zu vermitteln, dann hat man wirklich etwas erreicht. Menschen entdecken dadurch, dass Sport nicht lästig sein muss, sondern Spaß machen kann.

An welches besonders schöne Feedback nach einer Class erinnert ihr euch?

Olivia Hromatka: Mich berührt es besonders, wenn Frauen nach einer Schwangerschaft wieder mit dem Training beginnen. Viele verlieren in dieser Zeit das Gefühl für ihren eigenen Körper. Wenn sie dann wieder trainieren und merken, wie sie körperlich und mental stärker werden, wie sie sich selbst wieder Zeit schenken und ihr Wohlbefinden zurückgewinnen, freut mich das sehr.

Habt ihr selbst Kinder?

Olivia Hromatka: Ja, ich habe drei Kinder. Gerade deshalb weiß ich, wie viel Verantwortung man im Alltag trägt und wie leicht man sich selbst vergisst. Umso wichtiger ist es, sich bewusst Zeit für sich zu nehmen und etwas für die eigene Gesundheit und Stärke zu tun.

Hat sich die Sportkultur in Wien verändert, seit ihr mit SuperCycle gestartet habt?

Rhana Loudon: Absolut. Es gibt mittlerweile viele Boutique-Studios, Pilates-Angebote und Yoga-Konzepte. Ich finde diese Vielfalt positiv. Sie motiviert uns auch, die Qualität unserer eigenen Studios hochzuhalten. Generell freue ich mich, dass immer mehr – vor allem jüngere – Menschen regelmäßig Sport machen möchten.

Wenn ihr in die Zukunft blickt: Wohin entwickelt sich SuperCycle?

Rhana Loudon: Einerseits haben wir mit „SuperJoy“ ein neues Format geschaffen, das den Fokus stärker auf Körperwahrnehmung und das Abschalten des Kopfes legt. Ich glaube, dass dieses Thema in Zukunft noch wichtiger wird.

Andererseits haben wir im vergangenen Jahr intensiv an einem Franchise-Konzept gearbeitet, weil wir viele Anfragen außerhalb Wiens erhalten. Im Sommer und Herbst wollen wir damit starten. Darauf freuen wir uns sehr, denn dahinter stecken zehn Jahre Erfahrung und harte Aufbauarbeit, die wir nun weitergeben möchten.

„wir haben mit „SuperJoy“ ein neues Format geschaffen, das den Fokus stärker auf Körperwahrnehmung und das Abschalten des Kopfes legt“

– Rhana Loudon

Welche Trends seht ihr im Fitnessbereich in den kommenden Jahren?

Olivia Hromatka: Ich bin bei Trends eher vorsichtig, weil vieles kommt und wieder verschwindet. Qualität bleibt hingegen bestehen. Ein Bereich, den wir selbst weiterentwickelt haben und der uns besonders gefällt, ist unser zweites Workout-Format „Super Joy“. Dabei geht es stärker darum, wie man sich fühlt und weniger um reine Leistung oder Zahlen.

Für einen starken Körper braucht man oft auch einen starken Kopf. Wie stärkt ihr bei euren Teilnehmer:innen das richtige Mindset?

Rhana Loudon: Ich sage in meinen Classes oft, dass wir dort schwierige Situationen üben. Wir verlassen bewusst unsere Komfortzone und lernen, Herausforderungen Schritt für Schritt zu meistern. Das stärkt die Resilienz.

Außerdem zerlegen wir schwierige Übungen in kleine Schritte und wiederholen sie gemeinsam in der Gruppe. Dieses gemeinsame Lernen macht vieles leichter. Wenn man unterstützt wird und nicht alleine ist, wächst man oft über sich hinaus.

Wie ladet ihr nach einer anstrengenden Class eure Batterien wieder auf?

Rhana Loudon: Etwas Gutes zu essen hilft auf jeden Fall. Ich bin allerdings kein Sauna-Mensch – ich entspanne lieber in der Badewanne oder gehe früh schlafen. Je nach Tag sind nach einer Stunde voller Musik und Energie auch die sozialen Batterien leer, manchmal aber überhaupt nicht.

Wenn ich selbst bei einer Kollegin eine Stunde mitmache, merke ich immer wieder, wie viel Energie mir das gibt. Wichtig ist dabei, auf den eigenen Körper zu hören. Bei uns geht es nicht darum, ständig Vollgas zu geben. Manche setzen sich zwischendurch hin oder nehmen Tempo heraus. Genau das finde ich wichtig, denn so verlässt man das Training oft mit mehr Energie, als man hineingebracht hat.

„Bei uns geht es nicht darum, ständig Vollgas zu geben…“

– Rhana Loudon

Auf eurer Website beschreibt ihr euch als „fun, loving and lighthearted“. Wie bewahrt man sich diese Leichtigkeit, wenn hinter dem Unternehmen so viel Verantwortung und viele Mitarbeiter:innen stehen?

Olivia Hromatka: Verantwortung gehört natürlich dazu. Was uns hilft, ist, dass wir uns gegenseitig auffangen. Wenn eine von uns sich zu viele Sorgen macht oder nur noch die Probleme sieht, holt die andere sie wieder auf den Boden zurück und sagt: „Es wird schon klappen.“ Natürlich ist nicht immer alles leicht, aber man sollte auch zurückblicken und stolz darauf sein, was man bereits erreicht hat.

Wenn ihr SuperCycle in drei Worten beschreiben müsstest – aber nicht mit „Spaß“ oder „Schwitzen“ – welche wären das?

Olivia Hromatka & Rhana Loudon: Fun, intense und empowering. Gerade diese Kombination macht den Unterschied.

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Viel Glück!

Carla Hoffmann
Carla Hoffmann
Redakteurin Vormagazin

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