Wer heute Vormittag durch den Arkadenhof des Wiener Rathauses spazierte, merkte sofort: Hier wird der Ferienbeginn gefeiert. Schon kurz nach der Eröffnung strömten Schulklassen und Kindergruppen zum 15. Wiener Kinderlesefest und verwandelten den historischen Innenhof in einen Ort voller Geschichten, Kreativität und guter Laune. Das Jubiläumsfest zeigt damit einmal mehr, dass Lesen alles andere als langweilig ist.
Dabei ist der Tag noch lange nicht vorbei. Während am Vormittag bereits reger Betrieb herrschte, läuft das abwechslungsreiche Programm am Nachmittag mit weiteren Lesungen, Mitmachstationen und Aktionen für Familien weiter.
Ein neuer Termin – und ein voller Erfolg
Erstmals findet das Wiener Kinderlesefest wieder am Donnerstag statt und richtet sich damit gezielt an Schulen und Kindergruppen. Schon kurz nach dem Einlass waren viele Programmpunkte bestens besucht, die Sitzplätze vor der Bühne gefüllt und an den Erlebnisstationen bildeten sich lange Schlangen. Überall wurde gelesen, gebastelt, gelacht und entdeckt – genau so, wie ein Ferienauftakt aussehen soll.
Große Geschichten für kleine Leser:innen
Zu den Höhepunkten des Vormittags zählte die Präsentation von „Marie und die Wolke“, dem bislang unveröffentlichten Manuskript von Christine Nöstlinger. Schauspielerin Lilian Klebow brachte die Geschichte mit viel Gefühl auf die Bühne und zog ihr junges Publikum sofort in ihren Bann.



Auch die weiteren Lesungen sorgten für begeisterte Gesichter. Ruth Odehnal nahm die Kinder mit auf eine spannende Rettungsmission, Autor Chris Koch stellte sein Buch „Bina Wiener“ persönlich vor, während die „Geschichten aus dem Panchatantra“ in die Welt klassischer Fabeln entführten. Isabella Rummel und Kadisha Belfiore begeisterten schließlich mit ihren Geschichten rund um den „Streifentüpfelhai“ und die Korallenwelt.
Basteln, Spielen und jede Menge Staunen
Nicht nur vor der Bühne war viel los. Das Kinderlesefest lebt auch von seinen zahlreichen Mitmachstationen, die den ganzen Vormittag über bestens besucht waren. Beim Kinderschminken von BIPA entstanden fantasievolle Kunstwerke, am Thalia-Spieltisch wurde gemeinsam gespielt und das Maskottchen Thalino war ein gefragter Begleiter für Erinnerungsfotos.
An der Bastelstation des Kultursommer Wien gestalteten Kinder ihre eigenen Mini-Bücher, während die Zaubershows von Magic World mit verblüffenden Tricks immer wieder für staunende Gesichter sorgten.


Der Lesesommer hat gerade erst begonnen
Im Mittelpunkt stehen aber nach wie vor die Bücher. Kinder zwischen fünf und 14 Jahren dürfen sich kostenlos ein Buch aussuchen und mit nach Hause nehmen – ein Geschenk, das die Freude am Lesen weit über diesen Tag hinaus verlängern soll.
Wer das Kinderlesefest bislang verpasst hat, muss sich also beeilen – das Programm läuft bis 17:00 mit weiteren Lesungen, Mitmachaktionen und Überraschungen weiter. Der starke Besucherandrang am Vormittag zeigt jedenfalls eindrucksvoll: Das Wiener Kinderlesefest ist längst zu einer festen Institution zum Start in die Sommerferien geworden und begeistert auch in seinem 15. Jahr Tausende junge Bücherfans.
INFO:
kinderlesefest.at









