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Sonntag, Oktober 2, 2022

Zeitgenössische Kunst im Dialog mit gotischer Kapelle

Das erste Kunstwerk der Landesgalerie Niederösterreich lockte am Samstag zahlreiche Interessierte in die Göttweigerhofkapelle in Krems/Stein. Die Künstlerin Judith Fegerl, nominiert für den BC21 Art Award 2017 des 21er Hauses in Wien, reflektiert mit ihrem Werk „Herleitung des Federspiels" den neuen Museumsbau in Krems und dessen besondere Form.

Der sich um eine Längsseite drehende Kubus der Landesgalerie stammt aus der Feder der Architekten Bernhard und Stefan Marte. Judith Fegerl möchte mit ihrem Werk, basierend auf dem Konzept „Fundamental" von Rainer Prohaska, die Energie der Drehung darstellen: „Stellt man sich die im Gebäude manifestierte Verformung des architektonischen Würfels als elastischen Prozess vor, könne dieser in seine Ausgangsposition auch zurückfedern und die investierte Energie wieder freigeben.“

Der tatsächliche Bau und die drei in Bronze gegossenen Federn mit einer maximalen Länge von 215 cm und einem Gewicht von je circa 20 kg besitzen jedoch keine kinetischen Energien. Fegerl möchte mit ihrer Arbeit eine Idee abbilden und so die Spannung der Museumsarchitektur künstlerisch interpretieren. 

Die Göttweigerhofkapelle wurde bewusst für diese künstlerische Intervention gewählt. Einerseits, um die frühgotische Kapelle und das zeitgenössische Werk in Dialog treten zu lassen und um andererseits die Besucher auf das historisch architektonische Erbe der Stadt aufmerksam zu machen.

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