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Mittwoch, Juni 29, 2022

Zeugnisse einer brüchigen Normalität

Das Jüdische Museum Wien präsentiert noch bis zum 8. Oktober 2017 im Museum Judenplatz die Ausstellung „Bunker! Architektur des Überlebens“. Obwohl Bunker schützende Bauwerke darstellen, verströmen diese Räume eine Aura der Verstörung. Enge, Kälte, dickes Mauerwerk, Beton, Stahl und die Vorstellung von Lebensgefahr lösen oftmals unangenehme und irritierende Empfindungen aus.

In Israel sind Bunker und Schutzräume im ganzen Land Realität, Bedrohung und Ausnahmesituationen gehören dort zum Alltag. Daher wird auch versucht, diesen Schutzräumen einen Anschein von Selbstverständlichkeit überzustülpen. Auch weil der Wohnraum in Israel knapp und teuer ist, nützt man die Orte auch für andere Zwecke: als Gemeinschaftszentren, Bars, Tanzstudios, Moscheen oder Synagogen.

Diesen „anderen“ Alltag hat Adam Reynolds mit der Kamera festgehalten. Seine Fotos von Bunkern zeigen, wie sehr sich die Menschen in Israel bemühen, die Räume, die im Extremfall für das Überleben sorgen, so „normal“ wie möglich zu gestalten.

Zu der von Danielle und Werner Hanak-Lettner koordinierten und nach einer Idee von Alois Lammerhuber entstandenen Ausstellung erscheint begleitend ein dreisprachiger Katalog zum Preis von 39,90 Euro im Verlag Edition Lammerhuber mit zahlreichen farbigen Abbildungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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