Wien blickt aus dem All auf die Zukunft

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Wie heiß wird ein Grätzel in zehn Jahren? Wo braucht die Stadt mehr Bäume? Und wie lassen sich Veränderungen im Boden erkennen, noch bevor Schäden entstehen? Antworten auf diese Fragen sollen künftig nicht nur Messstationen am Boden liefern, sondern auch Satelliten im All. Mit dem EU-geförderten Projekt ADUCAT startet Wien eine neue Form der Stadtplanung – datenbasiert, vorausschauend und europaweit einzigartig.

Satelliten als Helfer für die Stadt

ADUCAT steht für eine intelligente Verknüpfung von Satellitendaten, Künstlicher Intelligenz und Stadtentwicklung. Ziel ist es, Veränderungen im Stadtraum frühzeitig zu erkennen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten – etwa gegen Hitze, für mehr Grün oder zum Schutz der Infrastruktur.

„Mit ADUCAT ist Wien einmal mehr First Mover in Europa“, sagt Vizebürgermeisterin und Digitalisierungsstadträtin Barbara Novak. Moderne Technologien sollen dabei nicht Selbstzweck sein, sondern die Lebensqualität der Wiener:innen langfristig verbessern.

Drei Bereiche, ein gemeinsames Ziel

Mithilfe hochauflösender Temperaturkarten sollen Hitzeinseln schneller erkannt und Kühlmaßnahmen gezielt geplant werden. Satelliten überwachen außerdem die Entwicklung von Grünflächen und helfen dabei, neue Standorte für Begrünungen zu identifizieren. Gleichzeitig können Radar- und Fernerkundungstechnologien Bodenbewegungen oder Veränderungen an kritischer Infrastruktur frühzeitig sichtbar machen – noch bevor größere Probleme entstehen.

Das Projekt konzentriert sich auf drei zentrale Themen: Cool CityGreen City und Safe City.

Europa schaut nach Wien

Dass ADUCAT weit über Wien hinaus Bedeutung hat, zeigt bereits die Auswahl des Projekts: Im Rahmen der European Urban Initiative wurde Wien als eine von nur 20 Städten aus insgesamt 110 Bewerbungen ausgewählt. Rund fünf Millionen Euro an EU-Fördermitteln fließen bis 2029 in die Entwicklung des Projekts. Gemeinsam mit den Transferstädten Udine, Zagreb und Guimarães sollen die entwickelten Werkzeuge künftig auch in anderen europäischen Städten eingesetzt werden.

Daten für alle

Ein wichtiger Bestandteil von ADUCAT ist Transparenz. Ausgewählte Ergebnisse werden künftig über das Open-Government-Data-Portal der Stadt Wien öffentlich zugänglich gemacht. So können Bürger:innen nachvollziehen, wie datenbasierte Entscheidungen entstehen und welchen Einfluss sie auf Begrünungsmaßnahmen, Klimaanpassung oder Infrastrukturprojekte haben. Mit ADUCAT zeigt Wien, wie digitale Technologien ganz konkret im Alltag ankommen können. Statt abstrakter Zukunftsvisionen entstehen Werkzeuge, die helfen, die Stadt widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen – und gleichzeitig lebenswerter für alle, die in ihr wohnen.

INFO:
digitales.wien.gv.at

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