Ein bisschen Grandezza, bitte

Im Café Sluka bekommt die Alltagspause einen schönen Rahmen: historische Räume, Wiener Küche und eine Vitrine, für die man gern noch etwas länger sitzen bleibt.

In Wien gibt es Kaffeehäuser, die mit ihren schönen Räumen selbst eine kurze Kaffeepause zu etwas Besonderem machen. Das Sluka gehört dazu. Schon die historische Architektur gibt hier den Takt vor: elegante Details, großzügige Räume und jene selbstverständliche Feierlichkeit, die im Wiener Kaffeehaus erstaunlich gut mit einer schlichten Bestellung harmoniert. Man muss keine Torte ordern, um sich ein bisschen k. u. k.-Gefühl zu gönnen. Man sollte es sich aber trotzdem überlegen.

Zwei Adressen für eine gute Pause

Seit über 125 Jahren gehört die Café-Konditorei zur Wiener Kaffeehauskultur. Der ehemalige k. u. k. Hoflieferant hat am Rathausplatz seinen traditionsreichen Platz zwischen Rathaus und Parlament. Seit 2017 gibt es das Sluka auch auf der Kärntner Straße, einen kurzen Spaziergang vom Stephansdom entfernt. Gerade dort lohnt es sich, den Blick vom Straßenleben auf die historischen Innenräume zu verlegen. Die Architektur ist mehr als eine hübsche Kulisse: Sie macht aus dem schnellen Einkehren einen Aufenthalt. Draußen tummelt es sich in der Innenstadt, drinnen darf der Nachmittag kurz andere Prioritäten haben.

Ein Brötchen geht sich aus

Für einen Zwischenstopp untertags braucht es weder großen Hunger noch einen besonderen Anlass. Ein klassisches belegtes Brötchen um 3,90 Euro und ein Soda Zitron um 4,50 Euro ergeben eine ziemlich wienerische Kombination: unkompliziert, erfrischend und genau richtig zwischen zwei Wegen durch die Stadt.

Wer etwas mehr braucht, bestellt eine Gulaschsuppe um 8,60 Euro oder einen Toast um 7,40 Euro. Dazu kommen Wiener Klassiker und wechselnde Mittagsmenüs. Das Sluka versteht also auch die herzhafte Seite des Kaffeehauses. Gut so, denn von schöner Architektur allein wird man bekanntlich nicht satt.

Die eigentliche Entscheidung fällt vor der Vitrine

Nach der Arbeit darf es dann eine Melange sein. Und dazu ein Stück Torte – alle Torten im Sortiment kosten pro Stück einheitlich 7,50 Euro. Unsere Empfehlung: die Esterházytorte. Die Zuckerbäckerei ist schließlich das Herzstück des Sluka. In der eigenen Manufaktur entstehen Torten, Strudel, Petits Fours, Trüffel und Pralinen. Besonders die kleinen Konfiserie-Stücke zeigen, wie viel Handwerk in wenigen Bissen stecken kann. Wer etwas davon mitnehmen möchte, kann Petits Fours und Trüffel über „Click & Reserve“ online auswählen und zur Abholung vorbereiten lassen. Ein schönes Mitbringsel. Auch für sich selbst.

Ein frühes Betthupferl und ein später Sonntag

Und die Sacherwürstel? Die gibt es um 12,40 Euro – als herzhafte Stärkung vor einem langen Abend oder nach einem frühen Barbesuch. Beim Betthupferl muss man hier allerdings vorausplanen: Um 20 Uhr ist Schluss.

Am Sonntag lässt sich dafür entspannt frühstücken. Von 10 bis 17 Uhr ist Zeit zum Einkehren. Unser Favorit ist das Wiener Frühstück um 14,50 Euro mit reichlich gedecktem Teller. Dazu der Blick in diese schönen Räume. Der restliche Tag kann ruhig noch ein bisschen warten.

Café-Konditorei Sluka · Kärntner Straße und Rathausplatz · sluka.at

Café Konditorei Sluka
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Carla Hoffmann
Carla Hoffmann
Redakteurin Vormagazin

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