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Samstag, Juli 2, 2022

Corona-Ausbildungspaket für Wien

Im Mai waren 172.646 Menschen in Wien arbeitslos. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres ist das ein Plus von 57,2 Prozent oder 62.817 WienerInnen. Bei den 20- bis 24 Jährigen hat sich mit einem Plus von 8.550 Personen die Arbeitslosigkeit mehr als verdoppelt.

Bürgermeister Michael Ludwig, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und Vizebürgermeisterin Birgit Hebein haben daher jetzt ein Wiener Ausbildungspaket ins Leben gerufen, das der waff umsetzt. Dafür nimmt die Stadt Wien 17 Millionen Euro in die Hand.

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Die Maßnahmen

. 10 Mio. Euro für die überbetriebliche Lehrausbildung
. 7 Mio. Euro für die Qualifizierung junger arbeitsloser WienerInnen:
Qualifikationspässe für Bildungsscreening von mehr als 3.000 jungen arbeitslosen WienerInnen
. Hilfe beim Nachholen von Lehrabschlüssen und anderen Ausbildungen
Qualifizierung für Zukunftsberufe

Bürgermeister Michael Ludwig:
„Jugendliche brauchen eine fundierte Berufsausbildung. Wir wollen den jungen Menschen Perspektiven geben, denn die Jugend ist unsere Zukunft. Wir lassen niemanden im Stich!“
Vizebürgermeistern Birgit Hebein:
„Junge Menschen sind heute mit den Folgen von Krisen konfrontiert: ein zerrütteter Arbeitsmarkt nach Corona und die Klimakrise, deren Folgen uns noch viele Jahre begleiten werden. Deshalb müssen wir rasch handeln, dabei niemanden übersehen und in nachhaltige Arbeitsplätze investieren.”

 

Rückgang bei den Lehrstellen

Bei den Jugendlichen entwickelt sich derzeit nicht nur Arbeitslosigkeit verstärkt nach oben, auch die Lehrstellen reduzieren sich. Die Zahl der Lehrlinge ist zwar derzeit noch relativ stabil. Sie ist im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 1,0 Prozent und damit auf 16.185 Lehrlinge zurückgegangen. Bei den dem AMS gemeldeten offenen Lehrstellen zeichnet sich jedoch ein Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Das sind um 481 gemeldete Lehrstellen weniger als im Vorjahr.

 

Umsetzung durch den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds

Der waff steht mit seinem gesamten Unterstützungsangebot für beschäftigte WienerInnen von Information und Beratung bis hin zu finanzieller Förderung mit bis zu 5.000 Euro für berufliche Weiterbildung wieder in vollem Umfang bereit. Insgesamt stehen dafür heuer fast 24 Millionen Euro zur Verfügung. Ganz besonders adressiert der waff dabei aktuell auch WienerInnen, die in Kurzarbeit sind und diese Zeit für berufliche Weiterbildung nutzen wollen. Das sind derzeit rund 280.000 WienerInnen. Bereits unmittelbar nach Ausbruch der Coronakrise hat die Stadt die Mittel für die sogenannte waff Insolvenzstiftung um 3 Millionen Euro aufgestockt, um Opfer von Unternehmensinsolvenzen bei einem beruflichen Neuanfang in sozial abgesichertem Rahmen entsprechend unterstützen zu können. Derzeit stehen insgesamt 700 Plätze zur Verfügung und damit um 435 mehr als ursprünglich geplant.

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