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Sonntag, Oktober 2, 2022

Der Liebestrank

Placebo-Effekt auf brennende Herzen

Wenn Intendantin Maren Hofmeister von „Räumen zum Träumen“ spricht, bezieht sie sich damit auf die geschickte Inszenierung von Geatano Donizettis „Der Liebestrank“, die im Sommer auf der Ruffinibühne im Steinbruch St. Margarethen auf die Bühne kommt. In der Oper verliebt sich Bauer Nemorino in die Gutsbesitzerin Adina. Die allerdings hat nur Augen für den Sergeanten Belcore – bis Tausendsassa Dulcamara ins Städtchen kommt und Nemorino einen vermeintlichen Liebestrank verkauft. Als dieser sich bereit zeigt, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um mehr von dem geheimnisvollen Wundermittel zu erleben, wendet sich tatsächlich das Blatt.

Spannungsgeladen. Das Publikum erwartet also eine turbulente Liebesgeschichte, in der sich Humor und Melancholie treffen. Für die Regie zeichnet Philipp Himmelmann verantwortlich, der im Spiel mit dem speziellen Raum die größte Herausforderung sah. „Bei Freilichtaufführungen hat man oft große Distanzen, die es mit Spannung zu füllen gilt“, erklärte er. „Es gibt hier spektakuläre Auftritte mit hohem Unterhaltungswert, aber auch sehr intime Momente.“ Bühnenbildner Raimund Bauer wollte ein Zentrum schaffen und entwarf für die im Süden gelegene Ruffinibühne etwas Phantastisches: einen überdimensionalen Wurlitzer, der an die 1950er-Jahre erinnert. Einen „Sehnsuchtsort“, wie er sagt.

Info: 6.7. bis 19.8., Mittwoch bis Freitag, 20:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr, Ruffinibühne St. Margarethen, Tickets zwischen € 33 und € 145, operimsteinbruch.at

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