„Wenn Geschichte eine Erzählung ist, die von den Sieger:innen geschrieben wird, dann ist Dark Noon eine furiose Gegengeschichte.“ Das Stück ist heuer bei den Wiener Festwochen zu sehen. | ©Soren Meisner
Zum 75. Jubiläum rufen die Wiener Festwochen von 15. 5. bis 21. 6. einen „Heiligen Frühling“ aus: alte Epen, neue Götter, 56 Produktionen und 3 Ausstellungen an 34 Spielorten – von Robert Wilson im Burgtheater bis zur Gratis-Eröffnung am Rathausplatz.
Die „Freie Republik Wien“ in der Form der Wiener Festwochen verkündet heuer ihr drittes Bestehungsjahr – und die Festwochen gleichzeitig ihr 75. Jubiläum. Und weil drei eine so göttliche Zahl ist (Dreifaltigkeit usw.) haben Milo Rau und sein Team beschlossen, dieses Jahr die „Republic of Gods“ und mit ihr den „Heiligen Frühling auszurufen. Dabei kommen Fragen auf wie „Sind Allah, Jahwe, Thor und Co. überhaupt noch relevant?“ und „Welche neuen Gött:innen müssen wir gemeinsam erfinden?“. Die Antworten darauf sind hoffentlich für alle Kultur- und Spektakel-Interessierten Wiener:innen im diesjährigen Festwochen-Programm zu finden – wobei manchmal ja auch die Frage alleine reicht.
Göttliches Aufgebot
50.000 Tickets für 35 Produktionen (13 davon Weltpremieren) gehen heuer in den Verkauf. 21 partizipative (anschnallen!) Produktionen und künstlerische Projekte werden bei freiem Eintritt angeboten, und 3 Ausstellungen beleuchten in treuer Jubiläums-Manier die Geschichte der Wiener Veranstaltung. Von 15. Mai bis zum 21. Juni herrscht die freie Republik an 34 Orten in der Stadt. Der Regierungssitz befindet sich heuer auf dem Badeschiff Wien. Das dortige Festivalzentrum, das Haus der Republik, wird die Tore täglich ab 10.00 Uhr öffnen und ab 16.00 Uhr Programm bieten. Fast immer gratis! (Details hier.)
INFO: festwochen.at



