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Montag, April 22, 2024

Interview mit Milo Ventimiglia

Der Auserwählte

In der Serie „Chosen“, die Milo Ventimiglia auch mitproduziert, spielt er einen Anwalt, Ian Mitchell, der plötzlich in einem Spiel um Leben und Tod gefangen ist.

VORmagazin: Man verbindet dich immer noch mit deiner Rolle als Jess in „Gilmore Girls“. Bist du es schon leid, dass man dich immer wieder darauf anspricht?

Milo Ventimiglia: Überhaupt nicht! Es war eine tolle Serie, die noch immer auf mindestens zwei Sendern in den Staaten läuft. Die Tatsache, dass es 14 Jahre her ist und die Menschen noch immer über die Geschichten und die Charaktere sprechen, ist ein Beleg dafür, dass Amy Sherman-Palladino und Daniel Palladino etwas Zeitloses geschaffen haben.

VORmagazin: Im Gegensatz dazu drehst du jetzt fast nur Action und Drama, so wie im Moment „Chosen“. Ist das Absicht?

Milo Ventimiglia: Ich mag Action, Scifi, Dramen etc. persönlich gerne. Aber mir geht es immer um innere Kämpfe, Schmerz und Freude, Konflikte. Das ist spannend, egal in welchem Genre.

VORmagazin: Möchtest du auch einmal eine romantische Komödie drehen?

Milo Ventimiglia: Oh ja, wahnsinnig gerne! Ich hab zweimal mit Adam Sandler gedreht und habe es geliebt! Komödien sind für die Seele leichter. Bei anderen Filmen wirst du verprügelt, bekommst Falten vom Stirnrunzeln und bist immer starken negativen Emotionen ausgesetzt. Es ist oft hart, auch privat mit diesen Emotionen zu leben.

VORmagazin: Kannst du deine Arbeit am Set lassen und nach einer brutalen Szene heimkommen und gut drauf sein?

Milo Ventimiglia: Ich versuche es. Ich möchte eigentlich nichts nach Hause nehmen. Aber es gab definitiv Charaktere und Momente, wo ich meine Familie und Freunde angerufen und gesagt habe: „Ich sehe euch in ein paar Monaten.“ Ich wollte niemanden dem bösen Kerl aussetzen, den ich spielte.

VORmagazin: Glaubst du, dass du ein bisschen in der Action- Schublade gelandet bist und deshalb weniger Komödienangebote bekommst?

Milo Ventimiglia: Es ist schwer zu sagen, wer warum welche Rolle angeboten bekommt. Da gibt es viele Faktoren, die zusammenspielen. Aber als ich die Adam-Sandler-Filme gemacht habe, waren alle fast ehrfürchtig mir, dem „richtigen“ Schauspieler, gegenüber. Mein „Ich bin einer von euch“ zählte nicht. Adam Sandler hat gesagt: „Wir sind ein Haufen Idioten – du bist ein RICHTIGER Schauspieler.“ Ich sehe das nicht so: Wir sind alle Schauspieler. Punkt.

VORmagazin: Du bist auch Produzent, Regisseur und Autor. Du könntest dir eine Komödie schreiben.

Milo Ventimiglia: Ich bin ein schrecklicher Autor. Niemand will mich singen hören, niemand will lesen, was ich schreibe (lacht). Ich kann gut mit einem bestehenden Script arbeiten, aber ich würde mir eher einen guten Autor anstellen, als selbst zu schreiben. Deshalb bin ich gerne Produzent, da geht es darum, gutes Material zu finden. Also wer weiß, was ich noch finde.

 

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