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Samstag, Juli 2, 2022

Maßnahmenpaket soll Sport entlasten

Die Stadt Wien lässt niemanden im Stich – auch nicht ihre Sportlerinnen und Sportler. Bürgermeister Michael Ludwig präsentierte ein „Maßnahmenpaket Sport“, mit dem Vereinen unter die Arme gegriffen werden soll. Wie beispielsweise zuvor für Kulturschaffende, sollen diese zielgerichtete Maßnahmen zahlreiche Bevölkerungsgruppen unterstützen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der drei großen Sportverbände ASKÖ-WAT, ASVÖ und Sportunion präsentierte Ludwig nun Schritte zur Stützung des Wiener Sports: „Ähnlich wie bei den Kulturschaffenden sehen sich auch die Sportlerinnen und Sportler in Wien mit Absagen von Veranstaltungen konfrontiert, die zu Einnameausfällen führen. Trotzdem müssen Ausgaben getätigt werden, laufende Kosten fallen weiterhin an. Deshalb haben wir uns als Stadt Wien zusammen mit den großen Sportorganisationen entschlossen, unterstützend tätig zu werden. Auch hier gilt: Wer schnell hilft, hilft doppelt“, so der Bürgermeister.

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Aussetzung von Bestandszinsen

Die Vorschreibungen von Bestandszinsen für die Nutzung städtischer Sportanlagen an private Betreiber wurden von Seiten der Magistratsabteilung 51 beginnend mit Mitte März ausgesetzt. „Insgesamt gibt es 154 Sportanlagen im Bestand der Stadt, etwa 150 Betreiber, aus den unterschiedlichsten Sportarten wie Fußball, American Football, Rugby, Tennis, Beach Volleyball oder Leichtathletik, profitieren von dieser Maßnahme“, erklärt Ludwig.

 

Rückverrechnung

Die von NutzerInnen städtischer Turnsäle, Sporthallen und städtischer Sportanlagen bereits bezahlten Jahresentgelte werden – abhängig von der Dauer der Sportanlagensperre – anteilig rückverrechnet. „Das betrifft über 1.400 Vereine, die über 530 Turnsäle der Stadt Wien nutzen. Solche Reduktionen bei Nichtverwendung sind bereits gesetzlich möglich“, so der Bürgermeister.

 

Fristverlängerung

Die Frist für Ansuchen zur Nutzung städtischer Turnsäle und Sporthallen für die nächste Saison wird von Ende April bis zum 1. Juni verlängert.

 

Förderung

Die drei Förderschienen Sportförderungsbeitrag, Fachverbandsförderung und Projektfonds im Gesamtumfang von 2,5 Millionen Euro gelangen umgehend in voller Höhe zur Auszahlung und werden nicht schrittweise ausgeschüttet. Dadurch sollen Liquiditätsengpässe der Vereine abgefedert werden, so Ludwig. Auch Fördermöglichkeiten für Sportvereine werden für Covid-19-Maßnahmen zur unbürokratischen und kurzfristigen Unterstützungsmöglich­keit geschaffen. Hier ist laut Bürgermeister Ludwig noch ein Beschluss in der kommenden Stadtsenatssitzung notwendig.

 

Infrastruktur

Dringende Sportstättensanierungen laufen weiter, geplante Infrastrukturprojekte werden – immer im Rahmen der von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen – umgesetzt oder fortgeführt. Der Sportstättenentwicklungsplan kann als Grundlage für neue Investitionen in die sportliche Infrastruktur in Wien noch heuer präsentiert und ab 2021 schrittweise umgesetzt werden. Lediglich Investitionen in Sportanlagen, die aus heutiger Sicht nicht unbedingt dringend erforderlich sind, werden verschoben.

 

„Mit diesem Paket werden wir sehr unmittelbar und schnell den Sportverbänden und Sportvereinen in unserer Stadt helfen“, stellte Bürgermeister Ludwig fest und bedankte sich bei Dagmar Schmidt, Präsidentin Sportunion Wien, Sonja Landsteiner, Generalsekretärin ASKÖ WAT Wien, und Paul Haber, Präsident ASVÖ-Wien, für die „konstruktive Zusammenarbeit“.

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