Beitragsbild: © Stefan Diesner
vormagazin-Kolumnist Michael Schottenberg packt wieder den Rucksack. In seinem neuen Buch „Irgendwo auf der Welt“ versammelt der Wiener Autor 66 neue Reisegeschichten – über Begegnungen, Umwege und jene Momente, die man in keinem Reiseführer findet.
Die Welt liegt abseits der Route
Warum weiden Ziegen auf Bäumen? Weshalb schließt eine ganze Stadt um siebzehn Uhr? Und wie können Menschen scheinbar wie Insekten über die Oberfläche eines Sees tanzen? Michael Schottenberg reist nicht, um Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Er reist, um zu beobachten, zuzuhören und zu verstehen.
Genau davon handelt sein neues Buch „Irgendwo auf der Welt. 66 neue Reisegeschichten. Schotti unterwegs“, das am 9. September 2026 erscheint. Wieder führt Schottenberg rund um den Globus – bevorzugt dorthin, wo die ausgetretenen Pfade enden und Reisen ein wenig unbequemer, dafür umso interessanter wird. Nicht jede Reise liefert dabei automatisch eine Geschichte. Schottenberg erzählt auch vom Suchen, von Mühen und Umwegen und davon, manchmal zurückzukehren, ohne gefunden zu haben, wonach man eigentlich gesucht hat. Vielleicht liegt gerade darin der Reiz seiner Texte: Die Welt wird nicht als Kulisse betrachtet, sondern als etwas, das sich erst durch die Menschen erschließt, die darin leben.

Michael Schottenberg: Irgendwo auf der Welt. 66 neue Reisegeschichten. Schotti unterwegs
Erscheinungstermin: 9. September 2026
280 Seiten, zahlreiche Abbildungen, durchgehend vierfarbig
ISBN 978-3-99050-309-6
66 Geschichten über das Unterwegssein
Seit 2015 ist Schottenberg als Reisender und Autor unterwegs. Für ihn bedeutet Reisen vor allem, Menschen beim Leben zuzusehen, aus ihren Geschichten zu lernen und darüber die Welt ein kleines Stück besser zu begreifen. Das Ferne verliert in seinen Texten dadurch seine Exotik und rückt erstaunlich nahe. Auf 280 bebilderten Seiten versammelt das neue Buch 66 solcher Beobachtungen und Erlebnisse.
„Schreiben ist Liebe“
Dass Schottenberg das Erzählen selbst ähnlich leidenschaftlich begreift wie das Reisen, zeigt sein Brief an die Leser:innen, der unter dem Titel „Schreiben ist Liebe“ steht. Darin beschreibt er Schreiben als Beziehung zwischen Hingabe und Ohnmacht, Hoffnung und Frustration, Begehren und Staunen. Eine Geschichte sei zunächst nur eine Möglichkeit. Vollständig werde sie erst durch jene Menschen, die sie lesen. Autor und Leser:in bilden für Schottenberg eine eigenwillige Symbiose – und genau zwischen ihnen entscheidet sich, ob aus Worten tatsächlich Nähe entsteht. Sein augenzwinkerndes Fazit: „Leidenschaft ist eine Kraft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“
„Schotti“ live erleben
Noch bevor das Buch offiziell erscheint, ist Michael Schottenberg am 5. September 2026 in Gerersdorf bei Güssing zu erleben. Unter dem Titel „Reisen ist Leben – Mit Schotti um die Welt“ erzählt er dort von seinen Abenteuern. Am 15. September 2026 folgt die Wiener Buchpräsentation von „Irgendwo auf der Welt“ bei Thalia Wien-Mitte.
Vom Theaterdirektor zum Weltenbummler
Michael Schottenberg, geboren in Wien, prägte über Jahrzehnte als Schauspieler, Regisseur, Drehbuch- und Bühnenautor das österreichische Kulturleben. Er inszenierte in Wien und Berlin und leitete zehn Jahre lang das Wiener Volkstheater. Seit 2015 hat er die Theaterbühne gegen die Welt eingetauscht und ist als Reisender und Autor unterwegs.
2019 wurde er zum Publikumsliebling der ORF-Show „Dancing Stars“, seit 2020 ist er wöchentlich als Reise-Experte in „Studio 2“ auf ORF 2 zu sehen. Und natürlich kennen ihn vormagazin-Leser:innen längst als unseren weitbereistesten Kolumnisten – als einen, der gerne aufbricht, genau hinschaut und mit einer Geschichte zurückkommt. Hier geht es zur aktuellsten Kolumne von Michael Schottenberg!
INFO:
Erscheinungstermin: 9. September 2026
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