©TV Hochsteiermark | Ekaterina Paller
Die Erlebnisregion Hochsteiermark hat ihr touristisches Programm um einen neuen Schwerpunkt bereichert: Mit dem Angebot „Radpilgern nach Mariazell“ ist einer der ersten Radpilgerwege Österreichs entstanden. Vier verschiedene Routen durchqueren die beeindruckende Landschaft der Hochsteiermark und führen allesamt zum bedeutendsten Wallfahrtsort des Landes – nach Mariazell.
Vier Routen, eine Destination
Die Wege starten am Steirischen Semmering, in den Fischbacher Alpen, am Murradweg sowie am Traisentalradweg und besitzen jeweils einen unverwechselbaren Charakter. Was sie verbindet, sind atemberaubende Panoramen auf Hochschwab, Schneealm, Rax und Hohe Veitsch sowie vielfältige Möglichkeiten zum Rasten und Verweilen.
Die Startpunkte der Touren liegen bewusst in Bahnhofsnähe, sodass sowohl Zugreisende als auch Autofahrer problemlos anreisen können. Auch zeitgemäße Bedürfnisse wurden berücksichtigt: digitale Streckendaten, E-MTB-Verleih und ein organisierter Rücktransport stehen zur Verfügung.

E-Bike empfohlen
Das Angebot richtet sich sowohl an entspannte Genussradler als auch an sportlich ambitionierte Biker. Da manche Anstiege es durchaus in sich haben, wird jedoch ein E-Mountainbike empfohlen. Humorvoll hat sich dafür bereits der Begriff „Maria-hilf-Gang“ eingebürgert – gemeint ist jener letzte Gang, kurz bevor man absteigen muss.
Michael Feiertag, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus, sieht in dem Projekt erhebliches Potenzial: Die Nachfrage nach Radtouren wachse in der gesamten Steiermark stetig, nicht zuletzt dank des anhaltenden E-Bike-Booms.
Auch Ute Gurdet von der Erlebnisregion Hochsteiermark zeigt sich begeistert und hebt hervor, dass eine Wallfahrt per Rad ein ganz besonderes Erlebnis sei – und dabei durch die schönsten Ecken der Hochsteiermark führe.

Kultur, Genuss und Spiritualität am Wegesrand
Im Mittelpunkt steht nicht nur die körperliche Herausforderung, sondern vor allem das Gesamterlebnis. Entlang der Strecken erwarten die Radpilger Kirchen, Wegkapellen und Pilgersymbole sowie kulinarische Angebote – von rustikalen Almhütten bis hin zur gehobenen Regionalküche.
Nino Contini, Vorsitzender der Erlebnisregion Hochsteiermark, betont die emotionale Tiefe des Abenteuers: Die vielen kleinen Erlebnismomente seien es, die den besonderen Reiz dieser Radreise ausmachten.
Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten entlang der Wege zählen die historische Altstadt von Bruck an der Mur mit dem Kornmesserhaus, die Burg Oberkapfenberg, die Probstei Aflenz sowie das Münster Neuberg mit seiner Glasbläserei.

Frein Chalets als ideale Zwischenstation
Eine der Routen führt direkt an den Frein Chalets vorbei. Die modernen Unterkünfte inmitten der Natur eignen sich hervorragend als Etappenziel für Radpilger, die die Tour auf mehrere Tage aufteilen möchten. Erholung, regionale Küche und eine ideale Lage für die Weiterfahrt Richtung Mariazell warten dort auf die Gäste.
Die vier Routen im Überblick
Die Strecken unterscheiden sich sowohl landschaftlich als auch in ihrer sportlichen Anforderung. Von Bruck und Kapfenberg geht es über den Seebergradweg und mehrere Almen zum Ziel. Eine zweite Route verbindet die Oststeiermark über Pretul und Turnau mit dem Hauptweg. Vom Semmering aus führt der Weg über Mürzzuschlag und Frein an der Mürz durch idyllische Almlandschaften zur Basilika. Die vierte Strecke kommt aus dem Norden, führt über den Traisentalradweg und am malerischen Hubertussee entlang. Alle Routen sind einheitlich beschildert und gut an bestehende Radwege wie den Murradweg, den Mürztalradweg oder den Donauradweg angebunden.
Rückreise flexibel gestalten
Auch für die Heimreise gibt es durchdachte Lösungen: Die Mariazellerbahn fährt in Richtung St. Pölten, und ein Radtaxi bringt Teilnehmer zurück nach Bruck, Kapfenberg oder Mürzzuschlag. Wer noch Reserven hat, kann sich natürlich auch den Rückweg über die Berge gönnen.
INFO: steiermark.com



