Oase der Solidarität: Samariterbund und Gesundheitsverband starten soziale Landwirtschaft

Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (Mitte) nimmt für das Projekt die Schaufel in die Hand. | ©Samariterbund/G. Pall

Der Samariterbund Wien hat am Rosenhügel ein einzigartiges Projekt gestartet, das soziale Verantwortung mit gesunder Ernährung und ökologischer Nachhaltigkeit vereint. Das Projekt „Soziale Landwirtschaft“ zielt darauf ab, armutsbetroffenen Menschen Zugang zu frischem, nährstoffreichem Obst und Gemüse zu verschaffen.
„Frische, gesunde Nahrungsmittel stehen jedem Menschen in unserer Stadt zu“, betont Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. „Insbesondere für armutsgefährdete Menschen ist es wichtig, dass wir ihre Ernährungssituation nachhaltig verbessern können.“

Das Projekt umfasst eine nachhaltige Marktgärtnerei mit Gemüseäckern sowie eine revitalisierte Streuobstwiese. Hier werden frisches Obst und Gemüse produziert, das über Sozialmärkte und Einrichtungen der Wohnungslosen- und Flüchtlingshilfe verteilt wird. Die Soziale Landwirtschaft am Rosenhügel entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem Samariterbund und dem Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV). Kinder und Jugendliche, sowohl aus dem Schulbetrieb als auch aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, werden aktiv in das Projekt eingebunden.

Gesunde Ernährung darf keine Frage des Einkommens sein, insbesondere nicht in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten.

Dr. Susanne Drapalik, Präsidentin des Samariterbund Wien

„Mit der Sozialen Landwirtschaft am Rosenhügel schaffen wir einen direkten Zugang zu frischen, hochwertigen Lebensmitteln für diejenigen, die es am dringendsten brauchen“, so Dr. Susanne Drapalik, Präsidentin und Landeschefärztin des Samariterbundes Wien.

Das weitläufige Areal am Rosenhügel wird von der "Nathaniel Freiherr von Rothschild’sche Stiftung für Nervenkranke" zur Verfügung gestellt. | ©Samariterbund/G. Pall
Das weitläufige Areal am Rosenhügel wird von der „Nathaniel Freiherr von Rothschild’sche Stiftung für Nervenkranke“ zur Verfügung gestellt. | ©Samariterbund/G. Pall

Das Projekt bietet auch für Privatpersonen und Firmen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Von der Aussaat über das Pflanzen und Pflegen bis zur Ernte können sich Ehrenamtliche unter fachmännischer Anleitung einbringen und so Umwelt- und Klimabewusstsein stärken sowie Wissen über Biodiversität und nachhaltige Ernährung vermitteln.

„Frische, gesunde Nahrungsmittel stehen jedem Menschen in unserer Stadt zu.“

Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker

Das weitläufige Areal am Rosenhügel wird von der „Nathaniel Freiherr von Rothschild’sche Stiftung für Nervenkranke“ zur Verfügung gestellt. Stiftungsvorständin Mag. Agnes Berlakovich betont, dass die geplante Rekultivierung des Areals eine wertvolle Gelegenheit biete, soziale und gesundheitliche Aspekte auf innovative und nachhaltige Weise zu vereinen.

Mit der „Sozialen Landwirtschaft“ am Rosenhügel läuft ein zukunftsweisendes Projekt an. Es vereint ökologische Nachhaltigkeit, soziale Inklusion und Verantwortung mit gesundheitlicher Förderung und schafft einen weiteren offenen und vielfältig nutzbaren Raum in Wien.

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